Vorarlbergs Skiverband ist im ÖSV mit der beste “Aufsteiger”

Sechs im Nationalteam, fünf Aufsteiger: Vanessa Hiller, Vanessa Niederwieser, Max Greber und Paul Vonier schafften es direkt aus dem Landes- in den ÖSV-Kader.
Schwarzach Vorarlbergs Skiverband zählt bei den neuen Kaderlisten des österreichischen Verbandes zu den „stärksten Nachrückern“. Natürlich sehr zur Freude von VSV-Präsident Walter Hlebayna, zumal gleich fünf aus dem Alpinbereich direkt aus dem Landeskader aufrückten bzw. einen Mittrainierer-Status erlangten. Mit 20 Läuferinnen bzw. Läufern ist der Ländle-Verband inzwischen in den verschiedensten Kadern bei den Alpinen vertreten. Damit zeigt die kontinuierliche Arbeit der vergangenen Jahre, die laut Hlebayna auf fünf Pfeilern gebaut ist, Früchte. „Aller Anfang sind skibegeisterte Eltern, die ihre Kinder begleiten. Danach kann die Ausbildung über die Vereine, die Bezirksebene und den Landesverband bis hin zum ÖSV fruchten. Wir sehen, dass es funktioniert und deshalb ist es wichtig, dass wir nachschieben“, sagt der 54-Jährige mit einem Blick auf die neuen Kaderlisten.
Ortlieb neu im Nationalteam
Bei den Damen ist der VSV neu mit Nina Ortlieb im Nationalteam vertreten. Die 24-Jährige aus Oberlech feierte ja im vergangenen Winter im italienischen La Thuile ihren ersten Weltcupsieg (Super G). Neben Ortlieb dürfen sich noch Katharina Liensberger (23) und Christian Hirschbühl, der im April seinen 30. Geburtstag gefeiert hat, über diesen Status freuen.
„Victoria Olivier schaffte den Sprung dank außergewöhnlicher Leistungen im Schülerbereich.“
Walter Hlebayna, VSV-Präsident
Direkt aus dem Landeskader aufgestiegen ist Vanessa Nussbaumer. Der 21-jährigen Speed-Läuferin attestiert Hlebayna viel Eigeninitiative sowohl im sportlichen als auch im finanziellen Bereich. Ebenfalls neu ist Linda Hiller (17) vom SC Schwarzenberg. Bei den Herren darf sich der Montafoner Paul Vonier (20) dank seiner konstanten Entwicklung über die letzten Jahre über den Aufstieg in den B-Kader freuen. Ebenfalls direkt aus dem Landeskader kommen Max Greber (19) sowie Victoria Olivier. Die 16-Jährige ist damit in den Nachwuchskader aufgestiegen.
ÖSV-Kadereinteilung
Alpin, Damen*
Nationalmannschaft
Katharina Liensberger 1997
Nina Ortlieb (aufgestiegen) 1996
A-Kader
Elisabeth Kappaurer 1994
Ariane Rädler 1995
Christine Scheyer 1994
B-Kader
Magdalena Egger (neu) 2001
Michelle Niederwieser 1999
Vanessa Nussbaumer (neu) 1998
C-Kader
Linda Hiller (neu) 2002
Amanda Salzgeber 2002
Emily Schöpf 2000
Alpin Herren
Nationalmannschaft
Christian Hirschbühl 1990
A-Kader
Patrick Feurstein (aufgestiegen) 1996
B-Kader
Thomas Dorner 1998
Lukas Feurstein 2001
Mathias Graf 1996
Paul Vonier 2000
C-Kader
Jakob Greber 2003
Max Greber (neu) 2001
Valentin Lotter 2002
Sprunglauf
Nationalmannschaft, Damen
Eva Pinkelnig 1988
B-Kader, Herren
Niklas Bachlinger (neu) 2001
Skicross
B-Kader
Frederic Berthold 1991
Snowboard
Nationalmannschaft
Alessandro Hämmerle 1993
Julian Lüftner (aufgestiegen) 1993
A-Kader
Luca Hämmerle 1996
Lukas Mathies (abgestiegen) 1991
B-Kader
Noah Abdel Aziz (aufgestiegen) 2000
Beat Neyer-Hollenstein 2001
Skibergsteigen
Nationalmannschaft
Daniel Zugg 1993
B-Kader
Daniel Ganahl 1996
C-Kader
David Kögler (neu) 1993
Para-Ski
C-Kader
Niklas Fend 1990
Freeski
B-Kader
Julius Forer 2000
C-Kader
Noah Schallert 2001
Mittrainierer
Ski Alpin
Johannes Strolz 1992
Victoria Olivier (neu) 2004
Sprunglauf
Ulrich Wohlgenannt 1994
Skicross
Maximilian Jagg 2000
Legende: *VSV-Athleten/-Athletinnen
Weniger erfreulich verlief die Neueinteilung für Johannes Strolz, der ebenso wie Daniel Meier (27)und Magdalena Kappaurer (19) keinem Kader mehr angehören wird. Immerhin erhält der 27-jährige Warther die Möglichkeit, bis zur Qualifikation vor Sölden mit der Trainingsgruppe Weltcup zu arbeiten, während Meier sich selbst um die Trainings bis zur Ausscheidung kümmern muss. Den Kaderstatus verloren zudem Noel Zwischenbrugger (19/Alpin) und Bernhard Graf (31/Skicross).
Gute Bilanz, veränderte Zeiten
Mit Skispringer Eva Pinkelnig (31) sowie den Snowboardcrossern, Weltcupsieger Alessandro Hämmerle (26) und Julian Lüftner (27), sowie Skibergsteiger Daniel Zugg (27) ist das Ländle noch in vier weiteren Nationalteamkadern des ÖSV vertreten. Eine durchaus zufriedenstellende Bilanz für den heimischen Verband, der die vergangene Saison mit einem Budget von knapp über einer Million Euro bestritt. „Wir haben sehr gute Partner, die uns über Jahre in guten und schlechten Zeiten begleiten“, sagt Hlebayna. Das soll sich auch in Zeiten der Coronakrise nicht ändern. „Wir planen mit vielen Szenarien und auch damit, dass es für einige Partner im Moment schwer werden könnte. Dem werden wir uns stellen müssen.“











