Die Sehnsucht der Leichtathleten nach dem Mai ist so groß

Sport / 28.04.2020 • 18:00 Uhr
Die Sehnsucht der Leichtathleten nach dem Mai ist so groß
Anna-Sophie Meusburger bei ihrem Hometraining auf “Balkonien”. PRIVAT

Vorarlbergs Leichtathleten wollen im Wonnemonat zurück in ihren Trainings-Alltag.

Schwarzach Noch wird im Lager der heimischen Leichtathleten auf die Verordnung der Regierung gewartet. Doch die Sehnsucht nach mehr Normalität im Training ist schon groß. Die heimische Elite kann die Rückkehr auf die Leichtathletik-Anlagen kaum mehr erwarten. Die VN haben sich kurz vor der Wiedereröffnung der Trainingsstätten umgehört, wie in den vergangenen Wochen das Hometraining gestaltet wurde.

Chiara Schuler (TS Hörbranz), Mehrkämpferin, Hörbranz, Maturantin am Sportgymnasium in Dornbirn Der Vormittag gehört der Schule. Gut drei Stunden hat die angehende Maturantin täglich investiert. Die Mittagsstunden waren und sind dem Training vorbehalten, weil da am wenigsten Leute unterwegs sind. Eine zweite Einheit gegen 16.30 Uhr rundete ihren Trainings-Alltag ab, ehe sich noch einmal der Schule widmete. Ihr Fokus liegt auf Aufbau. Das Speer-Training findet hauptsächlich im Wald oder auf einer großen Wiese statt. Technik, Kugel und Läufe dürfen auch nicht fehlen. Kraft trainiert sie zu Hause im Keller.

Isabel Posch (TS Lustenau), Mehrkämpferin, Fußach, Studentin der Ernährungswissenschaften Durch ihr Fernstudium blieb ihr Lernverhalten dasselbe und sie kann auch ihre Prüfungen absolvieren. Aufgrund der Verschiebung der Wettkämpfe nutzt sie die Zeit für das Ausdauertraining, das im Winter zu kurz gekommen war. Sie hatte großen Trainingsrückstand nach ihrem Studiumsjahr in den USA. Derzeit trainiert sie regelmäßig Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer. Wie ihre Kolleginnen und Kollegen freut sie sich darauf, wieder im Stadion zu trainieren, an der Technik zu feilen und vor allem Kontakt zu Trainerin Anita Rösch zu haben.


Anna-Sophie Meusburger (im Wald läuft’s), 1500 und 5000m, Bezau Arbeitsaufträge der Schule werden von der Sportgymnasiastin bewusst zwischen den Trainingseinheiten erledigt. Täglich sind zwei vorgesehen. Aufgrund der wettkampffreien Zeit stehen derzeit Ausdauer- und Grundlagentraining ganz oben auf ihrer To-do-Liste.


Pascal Kobelt (TS Lustenau), Lustenau, Stabhoch Der Lustenauer konzentriert sich derzeit auf Kraft- und Sprungkrafteinheiten. Hinzu kommen turnerische Elemente wie Handstand oder Kippe. Stabhochsprünge trainiert er momentan am Einstichkasten oder am Trampolin. Als Bundesheer-Soldat durfte er in der Corona-Zeit im Spar- oder einem Pharmazielager bei der Beladung mithelfen. Sein Präsenzdienst wurde aktuell in den Juni hinein verlängert. Zur Zeit hat er dienstfrei, allerdings muss er sich auf Abruf bereithalten.