Der Triathlon-Nachwuchs ist erfinderisch

Sport / 31.03.2020 • 22:00 Uhr
Der Triathlon-Nachwuchs ist erfinderisch
Noah Künz beim Trocken-Schwimmtraining. PRIVAT

Vorarlbergs Triathlon-A-Jugend-Kader zwischen Schulstress und Leistungstraining.

Schwarzach Österreichweit zählen sie zu den Besten, Vorarlbergs Triathlon-Nachwuchs. Doch die Coronakrise könnte den heimischen Sportlern auf ihrem Weg an die Spitze ein Wettkampfjahr kosten. Erste Absagen hat es schon gegeben, zudem sind die Trainingsmöglichkeiten begrenzt. Vor allem das Schwimmtraining leidet, und so wird quer durchs Land improvisiert. Vor allem zwei Brüder trifft es hart, sind Moritz und Jakob Meier doch von der Quarantäne-Maßnahme in Nenzing direkt betroffen. Ersterer steht vor dem Aufstieg in die U-23-Klasse, zudem fiebert er als angehender Maturant täglich den diesbezüglichen Entscheidungen entgegen.

<strong>Noah Künz</strong>, 17 (Tri Team Bludenz). Der Feldkircher war in den letzten Tagen besonders einfallsreich, wenn es ums Schwimmtraining ging.
Noah Künz, 17 (Tri Team Bludenz). Der Feldkircher war in den letzten Tagen besonders einfallsreich, wenn es ums Schwimmtraining ging.

Das Duo erhält dafür Trainings-Anleitungen aus erster Hand, kümmert sich Vater Egon Meier doch um den Landeskader. Alle drei, vier Tage werden von ihm neue Anweisungen an die Sportler verschickt. Aufgrund der Situation wurde vor allem das Lauftraining intensiviert. Dabei hatte die Saison gut begonnen, feierten doch Sarah Hämmerle und Noah Künz zum Auftakt des ÖTRV-Nachwuchscups, einem Indoor Aquathlon in Linz, Siege in der Juniorenklasse.

<strong>Sarah Hämmerle</strong>, 17 (Triathlonclub Dornbirn). Einen besonderen Schwimmsimulatur hat sich die Dornbirnerin gebastelt.
Sarah Hämmerle, 17 (Triathlonclub Dornbirn). Einen besonderen Schwimmsimulatur hat sich die Dornbirnerin gebastelt.
<strong>Larissa Burtscher</strong>, 16 (Tri Team Bludenz). Die Spezialdisziplin der ÖTRV-C-Kader-Nachwuchsathletin ist das Radfahren.
Larissa Burtscher, 16 (Tri Team Bludenz). Die Spezialdisziplin der ÖTRV-C-Kader-Nachwuchsathletin ist das Radfahren.
<strong>Jakob Meier</strong>, 17 (Tri Team Bludenz). Der jüngere der Meier-Brüder nützt die Zeit für intensives Lernen und hofft auf Wettkämpfe im Sommer.
Jakob Meier, 17 (Tri Team Bludenz). Der jüngere der Meier-Brüder nützt die Zeit für intensives Lernen und hofft auf Wettkämpfe im Sommer.
<strong>Samuel Künz</strong>, 14 (Tri Team Bludenz). Das jüngste Kadermitglied beim E-Learning.
Samuel Künz, 14 (Tri Team Bludenz). Das jüngste Kadermitglied beim E-Learning.
<strong>Moritz Meier</strong>, 19 (Tri Team Bludenz). Die Quarantäne in Nenzing lässt wenig Handlungsspielraum.
Moritz Meier, 19 (Tri Team Bludenz). Die Quarantäne in Nenzing lässt wenig Handlungsspielraum.
<strong>Chiara Burtscher</strong>, 15 (Tri Team Bludenz). Auf der Slackline stellt die Triathletin aus Nüziders ihr Gleichgewichtsgefühl unter Beweis.
Chiara Burtscher, 15 (Tri Team Bludenz). Auf der Slackline stellt die Triathletin aus Nüziders ihr Gleichgewichtsgefühl unter Beweis.
<strong>Anja Sorger</strong>, 16 (Triathlonclub Dornbirn). Wie die meisten Kaderangehörigen besucht auch die Lustenauerin das Sportgymnasium in Dornbirn.
Anja Sorger, 16 (Triathlonclub Dornbirn). Wie die meisten Kaderangehörigen besucht auch die Lustenauerin das Sportgymnasium in Dornbirn.
<strong>Till Clijsen</strong>, 16 (Tri Team Bludenz). Der gebürtige Schweizer und Schüler des Sportgymnasiums startet für den Klub aus der Alpenstadt.
Till Clijsen, 16 (Tri Team Bludenz). Der gebürtige Schweizer und Schüler des Sportgymnasiums startet für den Klub aus der Alpenstadt.
<strong>Jonas Germann</strong>, 17 (Triathlonclub Dornbirn). Im elterlichen „Home-Office“ lässt es sich doch ganz gut trainieren.
Jonas Germann, 17 (Triathlonclub Dornbirn). Im elterlichen „Home-Office“ lässt es sich doch ganz gut trainieren.

Nun aber wackeln die nationalen Termine, womit sich kaum Gelegenheit für eine internationale Qualifikation bieten wird. Außerdem droht den österreichischen Titelkämpfen im Aquathlon (6. Juni) ebenso die Absage wie in der Sprintdistanz (27. Juli) oder im Nachwuchs (8. August). Gefragt ist derweil Erfindergeist und gegenseitiges „anfeuern“, wenn auch nur virtuell.