Eishockey: Von Dafins zum Trainer des Jahres

Der Straubing-Coach Tom Pokel wurde bei einer virtuellen Gala als bester Eishockeytrainer des Jahres in Deutschland geehrt.
Dafins Tom Pokel in der Hauptrolle bei einer außergewöhnlichen Gala der Deutschen Eishockey Liga. Der 52 Jahre alte Amerikaner, mit seiner Familie in Dafins wohnhaft, ist zum Trainer des Jahres gewählt worden. Fast drei Wochen nach dem Saisonabbruch wegen der Corona-Pandemie wurde Pokel bei der virtuell abgehaltenen DEL-Gala ausgezeichnet. „Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr über diese Würdigung meiner Arbeit“, sagte der Coach der Straubing Tigers. „Vor allem, weil diese Auszeichnung durch die Trainerkollegen und die Kapitäne der Mannschaften erfolgte.“
„Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr über diese Würdigung meiner Arbeit.“
Tom Pokel, Trainer Straubing Tigers
Ein Schock
Es sei ein Schock gewesen, als er von der Auszeichnung erfahren habe. „Unser Manager ist vor einiger Zeit zu mir gekommen, noch vor der Corona-Krise, und hat das am vergangenen Samstag vorgesehene Training gestrichen“, erzählt Pokel. „Ich habe nach dem Warum gefragt. Da hat er mir mitgeteilt, dass ich nach Wolfsburg zur DEL-Gala fahren müsse.“
Die Ehrung gebühre aber nicht nur ihm, sondern seiner gesamten Betreuerriege und nicht zuletzt den Spielern, betonte Pokel: „Denn sie sind es, die da draußen auf dem Eis stehen, Blut und Schweiß vergießen und alles für ihr Team geben.“
Langer Weg
Der ehemalige Feldkirch- und Lustenau-Coach gewann u.a. mit dem HC Bozen den Titel in der Erste Bank Liga. „Es war ein langer Weg bis hierher. Ich war ja bereits vor 20 Jahren erstmals in der DEL Cheftrainer, damals in Schwenningen.“ In der vergangenen Saison war Mike Stewart mit Augusburg ebenfalls Tabellendritter gewesen, dem Austro-Kanadier wurde aber Don Jackson (München) vorgezogen.
Pokel hatte Außenseiter Straubing zum besten Grunddurchgang der Vereinsgeschichte geführt. Als Vorrunden-Dritter standen die Bayern davor, um den Titel mitzuspielen, ehe es zum Saisonabbruch kam.