Unsicherheit wird geschürt
Fast minütlich wird die Sportwelt von News über Covid-19 überholt. Unser (Sport-)Leben ist vom Coronavirus infiziert. Dennoch vermisse ich eine klare Vorgangsweise. Ein Beispiel hierfür ist der Umgang mit den nächsten beiden Heimspielen des deutschen Bundesligaklubs Eintracht Frankfurt. Anfangs sollte das EL-Spiel des Hütter-Klubs gegen Basel vor vollen Rängen stattfinden und die Fans dann ab Sonntag gegen Mönchengladbach ausgesperrt bleiben. Eine nicht nachvollziehbare Entscheidung, eine, die Unsicherheit schürt, für die jegliches Verständnis fehlt und die nur wenige Stunden später revidiert wurde.
Es ist nur Sport, die Gesundheit hat Vorrang – ohne Wenn und Aber. Deshalb braucht es gerade im Sport klare Vorgaben, ohne sogleich in Panik zu verfallen. Leicht gesagt, doch ganz so einfach ist es nicht, tut sich der Mensch als Wesen doch generell schwer damit, keine panische Rekationen zu zeigen. Was durchaus nachvollziehbar ist in Zeiten, in denen sich Meldungen über das Virus schneller verbreiten als das Virus selbst. Wo also ansetzen, wo aufhören? Gerade die weltpolitisch-gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs sollte sich einer möglichen Vorreiterrolle bewusst sein. Doch dieser Vorstellung wird man in der Fußballwelt derzeit kaum gerecht. Diskutiert wird vielmehr der straffe Zeitplan, Geisterspiele schießen aus dem Boden, geldbringende TV-Verträge wollen eingehalten werden und eine Verschiebung der EURO 2020 wird strikt abgelehnt.
Panik? Nein! Schließlich ist es nur (Fußball-) Sport. Meine Forderung: Das sportliche Leben darf für einige Zeit auf Sparflamme gestellt werden.
Kommentar