Innsbruck bleibt Thema bei Austria Lustenau

Sport / 06.03.2020 • 08:00 Uhr
Innsbruck bleibt Thema bei Austria Lustenau
Die Vorbereitungen, so viele Austria-Fans wie möglich nach Klagenfurt zum Cupfinale zu bringen, laufen an.
GEPA

Vorbereitungen auf das ÖFB-Cupfinale in Klagenfurt starten.

Lustenau Am Tag nach dem 1:0-Sieg über Wacker Innsbruck stellte sich für die Verantwortlichen von Austria Lustenau schnell wieder der Alltag ein. Denn ab sofort gilt es, Vorbereitungen für das Endspiel am 1. Mai in Klagenfurt zu treffen. Auch für Sportvorstand Bernd Bösch, der nach den Feierlichkeiten am Mittwochabend den großen Erfolg erst einen Tag später so richtig realisieren konnte, heißt es jetzt „planen, planen, planen“. Bewusst hatte sich Bösch nicht schon vor dem Halbfinale mit einem etwaigen Aufstieg und dessen Szenarien beschäftigt, „weil ich der Meinung war, das gehört sich nicht. Ich wollte nicht schon etwas in die Wege leiten, bevor das sportliche Ziel erreicht ist. Das hätte in meinen Augen schlechtes Karma gebracht. Aber ab heute sind wir voll dran“, so Bösch.

„Sollten wir gewinnen, braucht es ein Stadion für die Europa League – das in Innsbruck.“

Bernd Bösch, Vorstand Austria Lustenau

Erste Vorkehrungen

Die ersten Konferenzen mit seinen Mitstreitern erfolgten bereits gestern, schon am Wochenende will man einen groben Fahrplan für das Unternehmen Cupfinale erstellt haben. Vier Punkte stehen ganz oben auf der Agenda:

  • 1. Wie bringt man am besten ganz Lustenau zum Endspiel nach Klagenfurt?
  • 2. Was machen wir für Veranstaltungen in Lustenau während das Finale in Kärnten läuft?
  • 3. Wie vermarkten wir als Klub den Einzug in das ÖFB-Cupfinale gewinnbringend?
  • 4. Wie nutzen wir die aktuelle Euphorie im Land für die Zukunft des Klubs?

Bösch ist sich sicher, auf all die Fragen in den nächsten Tagen und Wochen die besten Lösungen parat zu haben. Von finanzieller Seite gesehen, ist der Einzug in das Endspiel des ÖFB-Cup bereits heute ein großer Gewinn. Allein die Teilnahme am Finale bringt dem Klub 150.000 Euro. Für das Halbfinale kassierte man vom ÖFB 35.000 Euro, für das Viertelfinale gab es vom Fußballbund rund 6000 Euro. „Diese Einnahmen tun unserem Verein natürlich immens gut. Vor allem, weil wir ja überhaupt nicht damit geplant haben“, so Bösch. An diesem Zugewinn werden auch die Mannschaft und das Trainerteam mitnaschen. „Mit der Mannschaft ist bereits eine Prämie für den Finaleinzug ausgehandelt worden. Was das Trainerteam betrifft, da müssen wir uns noch zusammensetzen. Die genauen Zahlen behandeln wir aber vertraulich.“

Sollte die Austria das Cupfinale gewinnen, würde man wohl im Innsbrucker Tivoli die Spiele in der Gruppenphase der Europa League austragen.
Sollte die Austria das Cupfinale gewinnen, würde man wohl im Innsbrucker Tivoli die Spiele in der Gruppenphase der Europa League austragen.

Gedanken an die Europa League

Angesprochen darauf, dass die Austria eigentlich nur mehr ein Match von der Gruppenphase der Europa League trennt, kommt Bösch ins Grübeln. „Natürlich ist dieser Gedanke auch in meinem Kopf. Deswegen arbeite ich schon an einer Terminfindung mit der Olympiaworld in Innsbruck. Denn sollten wir in Klagenfurt siegen, brauchen wir ein geeignetes Ausweichstadion für die Gruppenphase – und das steht nun mal in Innsbruck.“ Laut Bösch müsse er sich über diese Causa, egal ob manche darüber schmunzeln, als Vereinsverantwortlicher Gedanken machen, „denn man stelle sich vor, wir holen den Pokal und dann haben wir kein Stadion parat für die Europa League. Dann bräuchte ich mich wohl nie mehr in Lustenau blicken lassen.“