Ländle-Schützen haben Titelverteidigung im Visier

Favorit USG Altach peilt mit Heimvorteil im Veranstaltungszentrum KOM die Krone in der Luftgewehr-Bundesliga an.
Altach Nach dem erstmaligen Titelgewinn in der letzten Saison waren die Schützen der USG Altach die großen Gejagten in der Luftgewehr-Bundesliga des Österreichischen Schützenbundes (ÖSB). Im bisherigen Saisonverlauf wurden die Rheindörfler ihrer Favoritenrolle gerecht. Nun wartet mit Heimvorteil die Krönung. Am Samstag und Sonntag geht im Veranstaltungszentrum KOM in Altach mit Halbfinale und Finale der Titelshowdown über die Bühne. Das Aufgebot der Gastgeber ist eine Auslese der aktuell besten Schützen in Vorarlberg: Neben der seit 2016 in Vorarlberg lebenden Marlene Pribitzer bilden Sheileen Waibel, Patrick Diem und 2016-Olympiastarter Thomas Mathis das Stammgerüst des Titelträgers. Komplettiert wird die Equipe durch Thomas Muxel, Tamas Haner und Youngster Kiano Waibel. Bis auf Muxel und Haner gehören alle Altacher Schützen einem ÖSB-Nationalkader an.
Nun will man mit Heimvorteil den Titel verteidigen, wie Marlene Pribitzer bestätigt. „Es wäre natürlich genial, würde uns dies quasi im eigenen ,Wohnzimmer‘ gelingen. Doch die Leistungsdichte ist enorm hoch und die Konkurrenz kann sich ebenso realistische Titelchancen ausrechnen. Um den Titel zu verteidigen, darf sich keiner der vier Schützen in den K.-o.-Duellen nicht den kleinsten Ausrutscher erlauben“, erklärt Pribitzer.
„Es wäre natürlich genial, würde uns die Titelverteidigung quasi im eigenen
,Wohnzimmer‘ gelingen.”
Marlene Pribitzer USG Altach
Nach den beiden Siegen gegen die SG Kössen (25:7 Punkte, 1572:1543 Ringe) und die SSG Innervillgraten (23:9, 1583:1564) und dem 15:17 (1573:1572) gegen die SG Fügenberg in der Vorrunde der Region West den ersten Rang und erzielte das anhand der Gesamtringanzahl aller vier Schützen mit 1583 Ringen das Topresultat aller 14 Mannschaften aus sieben Bundesländern.
Bundesligarekord mit 1587 Ringen
In der ersten K.-o.-Runde in Scharnstein (OÖ) setzte die Equipe aus der Rheintalgemeide seinen Erfolgsrun fort. Ohne direkten Konkurrenten erzielte Mathis und Co. im Achtelfinale mit 1587 Ringen einen neue Bundesliga-Bestmarke. Im Viertelfinale wurde mit einer 25:7 (1571:1528) gegen den SV Theuerwang (OÖ) mühlose das Ticket für das Finalwochenende gelöst.
Neuauflage des 2019-Finalduells
Im Halbfinale (Samstag, 18 Uhr) kommt es zu einer Neuauflage des letztjährigen Titelduells gegen Bad Goisern (OÖ). In der zweiten Begegnung der Vorschlussrunde kommt es zum Tiroler Duell zwischen der SSG Innervillgraten (2019 Dritter) und der SG Fügenberg (letztes Jahr Fünfter). Das kleine und große Finale werden am Sonntag um 10.30 bzw. 15.30 Uhr ausgetragen.
Vor der Goldenen der USG Altach gab es in der seit 2009 ausgetragenen Luftgewehr-Bundesliga aus heimischer Sicht durch die USG Hard mit Bronze 2011 bereits eine Top-3-Platzierung. Bereits mit dabei im Harder Teams damals Thomas Mathis und Thomas Muxel.

Neben der USG Altach in der ÖSB-Eliteklasse konnte sich auf die Jugend-2-Equipe des Vorarlberger Schützenbundes (VSB) für das Finalwochenende qualifizieren. Kiano Waibel und Co. treffen am Samstag (10 Uhr) im Halbfinale auf die Auswahl der Steiermark.
Staatsmeisterschaft Ende April in Dornbirn
Wenige Tage nach dem Bundesligafinale wartet die Vorarlberger Schützen bereits der nächste Höhepunkt mit Heimvorteil. Nach 2003 (Werkstattbühne Bregenz) und 2012 (Sporthalle am See in Hard) werden im Olympiajahr vom 29. April bis 3. Mai in Dornbirn die Staatsmeisterschaft der Luftdruckwaffen (Gewehr und Pistole) durchgeführt. Noch nicht ganz fixiert ist, ob die ÖSB-Titelkämpfe im Messeeisstadion oder in der angrenzenden Leichtathletikhalle ausgetragen werden. Die Entscheidung soll nach einem Lokalaugenschein am Wochenende fallen.