Warum die Bulldogs eine Saison zum Vergessen lieferten

Sport / 01.03.2020 • 21:45 Uhr
Warum die Bulldogs eine Saison zum Vergessen lieferten
Der Dornbirner EC bekam im Laufe der Saison häufig eine auf die Schnauze. STIPLOVSEK

Der erhoffte Neustart brachte dem Dornbirner EC eine enttäuschende Bilanz.

Dornbirn Am 29. Februar endete mit einer 3:5-Niederlage gegen Znojmo die achte Saison der Bulldogs in der höchsten heimischen Eishockeyliga. Es war eine Spielzeit der Rekorde, im negativen Sinn. 13 Spiele in Folge gingen die Dornbirner als Verlierer Eis, so etwas hatte es für den DEC noch nie gegeben. Die insgesamt 84 erzielten Treffer im Grunddurchgang waren der schlechteste Wert in den letzten acht Jahren. Dass der Verein als Tabellenletzter den Grunddurchgang beendete, war nicht nur die logische Folge, sondern auch eine Premiere. Nein, so hatten sich die Bulldogs den Neustart nach sieben Jahren Dave MacQueen nicht vorgestellt. „Ich glaube es war sogar eine der schlechtesten Saisonen in meiner bisherigen Karriere“, sparte Kapitän Olivier Magnan nicht mit Selbstkritik. Der 33-Jährige ist seit dem Einstieg der Dornbirner in die EBEL Teil der Mannschaft. Ob der Kanadier ein neuntes Mal das Bulldogs-Shirt überstreifen wird, ist unklar. „Ich würde gerne bleiben, aber das entscheidet sich in den nächsten Wochen“, meinte der Verteidiger, der es auf die meiste Eiszeit im Kader brachte. „Die Bulldogs sind ein Team für das Mittelfeld, die haben nichts am Tabellenende verloren“, erklärte DEC-Trainer Kai Suikkanen Anfang Februar. Noch fehlt die offizielle Bestätigung des Vereins, aber es deutet doch einiges darauf hin, dass die Zusammenarbeit mit dem 60-jährigen Finnen eine Fortsetzung findet. Sollte es zu keiner Vertragsverlängerung kommen, müsste sich DEC-Manager Alexander Kutzer zum dritten Mal innerhalb eines Jahres um einen neuen Coach umsehen. Nachdem der glücklose Jussi Tupamäki nach zwölf Spielen entlassen wurde, versuchte Suikkanen zu retten, was zu retten war. Zwei Monate nach seinem Amtsantritt spielten die Messestädter ihr bestes Hockey. Sechs der zehn Saisonsiege holten sie in den Partien nach Weihnachten.

Stefan Häußle war zumindest einer der wenigen Lichtblicke im Spiel der Bulldogs. <span class="copyright">GEPA</span>
Stefan Häußle war zumindest einer der wenigen Lichtblicke im Spiel der Bulldogs. GEPA

Bestwerte für Vorarlberger

Trotzdem reichte es nicht für mehr. Das lag vor allem an einer mäßigen Vorstellung der Legionäre und an der langen Verletztenliste. Überhaupt absolvierten nur acht Bulldogs-Spieler alle 50 Partien. Unter ihnen die vier Vorarlberger Kevin Macierzynski, Stefan Häußle, Simeon Schwinger und Jannik Fröwis. Abgesehen vom Letztgenannten war es punkttechnisch für die anderen drei die erfolgreichste EBEL-Saison. Übertroffen wurden die heimischen Akteure vom Wiener Emilio Romig. Seine 29 Punkte (10 Tore / 19 Vorlagen) bedeuteten den Bestwert im DEC-Kader. Ob der Wiener ein weiteres Jahr im Ländle bleibt, ist wohl eher unwahrscheinlich. Schon im Dezember berichteten Kärntner Medien von einem Zweijahresvertrag von Villach für Romig. ABR