Innsbruck bleibt rotes Tuch für FC Dornbirn

Sport / 01.03.2020 • 22:00 Uhr
Innsbruck bleibt rotes Tuch für FC Dornbirn
Der FC Wacker Innsbruck hatte den FC Dornbirn über die gesamte Spielzeit fest im Griff und siegte auf der Birkenwiese mit 4:0. GEPA

Rothosen unterliegen Wacker Innsbruck mit 0:4.

Dornbirn Auch im fünften Anlauf gegen Wacker Innsbruck in der 2. Liga hatte der FC Dornbirn so gut wie nichts zu melden. Nach der 0:4-(0:2)-Heimniederlage lautet das Torverhältnis der Messestädter gegen die Tiroler nun mittlerweile schon 0:17. Vor 1400 Zuschauern auf der Birkenwiese hatte sich die Elf von Trainer Markus Mader viel vorgenommen, viel ist davon nicht übrig geblieben. Auch weil die Heimischen schnell durch ein Eigentor von Innenverteidiger Marc Kühne (10.) nach einem Eckball in Rückstand geraten. Die Gäste aus Innsbruck setzten eiskalt nach und waren bei der Sonntagsmatinee einfach die Wacheren. Erneut nach einer Standardsituation stand Angreifer Sunday Faleye (17.) blank am langen Eck und ließ Goalie Bundschuh keine Chance. Damit war das Spiel eigentlich schon entschieden. Einzig Stürmer Deniz Mujic (22.) hätte dem Spiel noch eine Wendung geben können. Doch seine Volley-Abnahme sprang von der Querlatte wieder zurück ins Feld. In Folge hatten die Innsbrucker, die am Mittwoch im Cup-Halbfinale bei Austria Lustenau spielen, das Heft des Handelns in der Hand. Stefan Meusburger legte das Spiel mit seinem Kopfballtor – wieder nach einer Ecke – endgültig auf Eis. Dem eingewechselten Alexander Gründler (87.) war es dann vorbehalten, den Treffer zum Endstand zu erzielen. Am Ende war es eine eindrucksvolle Vorstellung der Tiroler. Davon überzeugte sich auch die gesamte Mannschaft von Austria Lustenau, die live vor Ort waren, um den Cup-Gegner zu beobachten.

“Wacker hätte sechs oder gar sieben Tore schießen können, mit vier Gegentreffern sind wir noch gut bedient.”

Markus Mader, Trainer FC Dornbirn

Enttäuschung pur

Mit hängenden Köpfen schlichen die Rothosen vom Platz, wohl wissend, dass die vierte Niederlage in Folge gleichbedeutend mit dem Abstiegskampf ist. „Meine Mannschaft steckt mitten im Kampf gegen den Abstieg. Über die Vorstellung bin ich sehr enttäuscht. Es waren ganz klar taktische Vorgaben, die die Spieler nicht umsetzten. Wacker hätte sechs oder gar sieben Tore schießen können, mit vier Gegentreffern sind wir noch gut bedient“, erklärte ein frustrierter Dornbirn-Coach nach dem Spiel. Zudem verwies der 51-jährigen ehemalige Goalgetter auf die akute Abschlussschwäche seiner Angreifer: „Die Offensivqualitäten lassen schwer zu wünschen übrig, Chancen sind da, aber die Effizienz fehlt.“ Um aber die Kräfteverteilung richtig einzuordnen, ließ Mader noch wissen, „dass es für uns als Amateurtruppe gegen die reinen Profiteams richtig schwer ist, mit denen können wir uns nicht messen. Aber wir werden jetzt Ruhe bewahren und ich bin überzeugt, dass die Mannschaft wieder zu ihrer Form aus dem Herbst findet.“

Matthäus Taferner konnte im Mittelfeld der Innsbrucker schalten und walten, die Rothosen bekamen den 19-Jährigen nie unter Kontrolle. <span class="copyright">GEPA</span>
Matthäus Taferner konnte im Mittelfeld der Innsbrucker schalten und walten, die Rothosen bekamen den 19-Jährigen nie unter Kontrolle. GEPA

Auf- und Abstiegsfrage brisant

In Sachen Auf- und Absteiger hat sich in den letzten Tagen einiges getan. RL-West-Vertreter FC Pinzgau/Saalfelden hat als letzter Kandidat keine Lizenz für die 2. Liga beantragt. Auch bei den beiden weiteren Regionalligen Ost und Mitte kann es eventuell keinen Aufsteiger geben. Rapid Wien Amateure sind Zweiter in der Ostliga und Hertha Wels, der einzige Kandidat in der RL-Mitte für die 2. Liga, rangiert aktuell nur auf Platz vier. Will man in die 2. Liga, muss man Ende Saison mindestens den zweiten Platz belegen. Kurios: In den letzten zehn Jahren wollten nur Dornbirn (2018/2019), Wattens (2015/2016), Austria Salzburg (2013/2014), Liefering (2012/2013) und Grödig (2009/2010) unbedingt eine Liga höher spielen.

Fussball, 2. Liga

18. Spieltag

FC Dornbirn – Wacker Innsbruck 0:4 (0:2)

Stadion Birkenwiese, 1400 Zuschauer, SR Florian Jäger (S)

Torfolge: 9. 0:1 Marc Kühne (Eigentor), 17. 0:2 Sunday Adeyemi Faleye, 58. 0:3 Stefan Meusburger, 87. 0:4 Alexander Gründler

Gelbe Karten: 18. Mujic (FCD/Unsportlichkeit), 19. Domig (FCD/Foulspiel), 32. Meusburger (Wacker Innsbruck/Unsportlichkeit), 62. Aaron Kircher (FCD/Foulspiel), 75. Anes Omerovic (FCD/Foulspiel)

FC Mohren Dornbirn (4-2-2-2): Bundschuh/3; Allgäuer/4, Anes Omerovic/4, Kühne/4, Prirsch/4; Domig/4, Gurschler/4 (58. Joppi/4); Shabani/4 (46. Friedrich/4), Aaron Kircher/4 (68. Mathis/0), Mujic/4, Fridrikas/4

FC Wacker Innsbruck (4-3-3): Wedl/2; Hupfauf/3, Meusburger/2, Aballi/3, Joppich/3; Taferner/2 (82. Mandl/0), Conte/2, Satin/2; Faleye/2, Zaizen/2 (74. Gründler/0), Wallner/2 (63. Kusej/3)