Dornbirn Lions schnappen sich das Halbfinalticket

Dornbirner Basketballer entscheiden mit 86:81 bei den Basket Flames die Viertelfinalserie für sich.
Wien Die Raiffeisen Dornbirn Lions haben auf dem kürzestmöglichen Weg die erste Hürde der K.-o.-Phase in der zweiten Basketball-Bundesliga übersprungen. Im erwarteten Duell auf Augenhöhe, in dem nicht weniger als 22 Mal die Führung wechselte, behielten die Löwen aus der Messestadt am Ende mit 86:81-Punkten die Oberhand und entschieden die Best-of-three-Viertelfinale mit 2:0 für sich.
Das Spiel in Wien begann zwar mit einer 4:0-Führung der Dornbirner, doch dann legten die Flames so richtig los, zogen bis zur 6. Minute auf 12:7 davon und gingen mit einem 21:17 in die Viertelpause. In den 2. Abschnitt starteten die Löwen mit einem 5:0-Lauf und in der 14. Minute führten sie mit 27:32. Die Flames lassen sich jedoch nicht abschütteln und mit einem 40:41 geht es in die Pause.
Insgesamt 22 Mal wechselte die Führung
Nach Wiederbeginn haben die Gäste aus dem Ländle erneut den besseren Start, gehen schnell mit 47:40 in Führung. Die Flames zeigen sich unbeeindruckt und drehen das Spiel kurz vor Viertelende sogar zu einer 58:57 in Führung. Ein Dreier von Sebastian Gmeiner und ein Zweipunkter von Luka Kevric sorgen aber für eine erneute 4-Punkte-Führung, die bis zum Schlussviertel hält. Erneut starten die Löwen sehr stark. Je ein Dreipunkter von Javier Medori und Kevric machen die Lions-Führung bei 60:70 erstmals zweistellig.
Doch der Favorit lässt die Gastgeber nochmals auf 68:72 herankommen. Zwar kann Medori mit einem weiteren Dreier zum 68:75 seinem Team etwas Luft verschaffen, aber Flames-Topskorer Fabricio Vay versenkt einen Dreier und Dominik Alturban bringt sein Team mit zwei Freiwürfen wieder auf 73:75 heran. Dann war des Lions-Spielmacher Ander Arruti, der mit einem weiteren Dreier auf 78:73 stellt und als Sebi Gmeiner etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende das 80:75 erzielt, scheinen die Gäste wieder die Kontrolle über das Spiel zu haben.
Herzschlagfinale mit Happy End für die Lions
Die Basket Flames geben allerdings nicht auf und angeführt von Vay gehen sie eine Minute vor dem Ende sogar wieder mit 81:80 in Führung. Anschließend schicken die Flames mit einem Teamfoul ausgerechnet Arruti an die Linie, der beide Freiwürfe sicher versenkt. Bei 82:81 stoppen die Lions den nächsten Angriff, die Gastgeber foulen wieder Arruti und der erhöht 16 Sekunden vor dem Ende auf 84:81. Jetzt steht die Verteidigung der Löwen felsenfest und verhindert einen erfolgreichen Abschluss der Flames: Medori holt sich den Rebound, wird gefoult und schickt sein Team mit zwei erfolgreichen Freiwürfen ins Glück.

Aus dem kompakt agierenden Siegerteam mit Arruti (14), Gmeiner, Medori (je 13), Kevric und Tobar (je 12) fünf Spielern, die zweistellig punkteten, ragte einer heraus: Sebi Gmeiner war mit 25 Effizienzpunkten der beste Löwe. Daneben verbuchte der Lions Kapitän mit 13 Punkten und zehn Assist sein zweites Double-Double in dieser Spielperiode, das er mit fünf Rebounds und drei Steals garnierte.
Lions-Headcoach Borja San Miguel: „Es war ein hartes Stück Arbeit, im sechsten Anlauf den Halbfinaleinzug zu fixieren. Jetzt wollen wir natürlich den Weg so lange wie möglich fortsetzen. Gegner in der am 14. März (18.30 Uhr) mit einem Heimspiel beginnenden Best-of-three-Halbfinalserie sind die Güssing/Jennersdorf Balackbirds. In den bisherigen beiden Saisonduellen unterlage die Lions Anfang November in eigener Halle 69:77 und konnten Ende Jänner die Partie im Burgenland mit 90:76 für sich entscheiden.
Zweite Basketball-Bundesliga der Männer 2019/20
Viertelfinale (Best-of-three), 2. Spiel
Basket Flames Vienna (7.) – Raiffeisen Dornbirn Lions (2.) 81:86 (21:17, 40:41, 60:64)
Erstes Spiel: 85:75 Dornbirn; Endstand: 2:0 Dornbirn Lions
Raiffeisen Dornbirn Lions: Brajkovic 2, Arruti 14, Medori 13, Kevric 12, Sebastian Geminer 13, Buljubasic, Sanchez 7, Tobar 12, Bas 7, Valentin Dodig 6