Radteam Vorarlberg Santic: Das Sprungbrett zur Profikarriere

In 22 Jahren standen 157 Fahrer aus 25 Nationen beim Vorarlberger Rennstall unter Vertrag.
Rankweil Was 1998 als Pilotversuch begann, entwickelte sich in 22 Jahren zum Premiumprodukt. Die Idee von Max Kofler, mit der Radsportschule Rankweil heimischen Fahrern eine Plattform zu bieten, wurde von seinen Zwillingssöhnen Thomas und Johannes fortgesetzt. Während sich Thomas um die organisatorischen und sportlichen Belange kümmert, ist Johannes für die technischen Bereiche zuständig. „Wir haben mit einem Minibudget von 300.000 Schilling begonnen. Die Fahrer waren keine Profis und alle Betreuer und Funktionäre ehrenamtlich tätig. Heuer haben wir eine Budget von knapp 700.000 Euro, und abgesehen von den Fahrern absolvieren sechs Vollzeitbeschäftige die tägliche Basisarbeit“, erklärt Thomas Kofler.
Das 47-jährige Brüderpaar bastelte mit großem Engagement und Beharrlichkeit am Aufbau eines Teams. Der unermüdliche Einsatz machte sich bezahlt, und 2002 erfolgte die Registrierung als Sportgruppe-3-Team.
In den 22 Jahren standen 157 Fahrer aus 25 Ländern unter Vertrag. Der Aufstieg als erstes rot-weiß-rotes Radteam in die zweithöchste UCI-Kategorie in den Jahren 2006 bis 2010 lockte auch zahlreiche ÖRV-Asse zum Ländle-Team.
Zugpferde und heimische Talente
Neben der Verpflichtung von internationalen und nationalen Zugpferden legte Kofler stets darauf Wert, dass auch heimische Fahrer die Möglichkeit hatten, sich zu präsentieren. Der Blick auf die Kaderlisten ist ident mit dem Who is who der heimische Szene. Abgesehen von Matthias Brändle trat alles was Rang und Namen hat bereits für die Ländle-Equipe in die Pedale. Bekanntester Name ist dabei 1994-Ö-Toursieger Harald Morscher.
Ein Meilenstein in der Entwicklung war für Kofler 2009 die Installierung des Radhauses Rankweil. „So eine Homebase ist die Basis für eine professionelle Arbeit. In der Kommandozentrale laufen alle Drähte zusammen und werden die Entscheidungen getroffen“, so Kofler.