Peinliche Vorstellung der Bulldogs

Der Dornbirner EC schlittert in Fehervar in ein 1:9-Debakel.
Szekesfehervar Die höchste Saisonniederlage der Bulldogs unterstrich, dass dieses Team im Viertelfinale nichts verloren hat. Dornbirn kassierte gegen die Ungarn eine 1:9-Ohrfeige. Auch wenn rechnerisch die Playoff-Chance für die Messestädter noch lebt, ist dieser Mannschaft ein Aufbäumen in den verbleibenden fünf Spielen nicht mehr zuzutrauen. Nachdem der DEC bereits ohne den angeschlagenen Matias Sointu in Fehervar antrat, verletzten sich im Duell mit den Magyaren Keaton Ellerby und Mathias Bau Hansen. Das Retour-Match gegen die Ungarn folgt morgen Abend (19.15 Uhr).
“Wir haben soviel falsch gemacht. Und Fehervar hat alles richtig gemacht.”
Kai Suikkanen, Trainer Dornbirner EC
Inferiore Messestädter
Bereits nach 22 Sekunden geritten die Gäste in diesem so wichtigen Match in Rückstand. Dornbirn-Keeper Juha Järvenpää griff bei einem Schuss von Csanad Erderly ins Leere und der Beginn dieser Offenbarung nahm ihren Lauf. In der achten Minute bedankte sich Scott Timmins über die gegnerische Teilnahmslosigkeit. Nachdem er mehrere Bulldogs-Spieler mühelos austanzte, lupfte der die Scheibe an Järvenpää vorbei ins Netz. Vier Minuten später reagierte Anze Kuralt am schnellsten. Einen Distanzschuss musste Järvenpää prallen lassen und der Ungar verwertete den Rebound zum 3:0. Das gegen die inferioren Messestädter auch ein Mann weniger ausreichte, bewiesen die Hausherren in der 14. Minute. Nachdem Andrew Sarauer bereits am Beginn des DEC-Powerplays mit einem Unterzahltreffer knapp scheiterte, ließ sich Erderly die Chance auf den Shorthander nicht nehmen. Erneut bekam der Bulldogs-Keeper die Scheibe nicht unter Kontrolle und damit zeichnete sich früh ab, dass die Dornbirner zum dritten Mal in dieser Qualifikationsserie als Verlierer vom Eis gehen würden.
DEC-Goalie mit 20 Gegentoren in drei Spielen
Das muntere Tore schießen der Gastgeber setzte sich im Mittelabschnitt fort. Am Ende eines harmlosen Bulldogs-Powerplay schnappte sich der von der Strafbank kommende Kuralt die Scheibe und bezwang Järvenpää nach einem Alleingang zum zweiten Mal (23.). Nachdem Stefan Häußle kurzfristig das ungarische Torfestival mit dem 1:5 störte (29.), legten Adrew Yogan (34.) und Campbell (38.) in Überzahl sowie Akos Mihaly (36.) nach. Damit hatte Järvenpää genug, der in seinen letzten drei Partien 20 Gegentreffer kassierte. Neben dem Einser-Goalie fehlten dem DEC im Schlussdrittel auch Ellerby, der nach einem unglücklichen Check verletzt ausfiel und Bau Hansen wegen einer Spieldauerstrafe. Auch wenn sich die Dornbirner in den letzten 20 Minuten nur mehr einen Treffer durch Girard im Powerplay (51.) einfingen, bedeutete der neunte Gegentreffer die höchste Niederlage in dieser Saison.
Eishockey
Ebel-Liga, Qualirunde
Fehervar AV19 – Dornbirner EC 9:1 (4:0, 4:1, 1:0)
Gábor Ocskay Jr. Ice Hall, 2.830, SR Smetana, Pearce, Gatol, Soos
Torfolge: 1. 1:0 Erdely, 8. 2:0 Timmins, 12. 3:0 Kuralt, 14. 4:0 Erdely (4:5-Unterzahl), 23. 5:0 Kuralt, 29. 5:1 Häußle, 34. 6:1 Yogan (5:4-Überzahl), 36. 7:1 Mihaly, 39. 8:1 (5:4), 51. 9:1 Girard (5:4)
Strafminuten: 12 bzw 33
Fehervar: Ouzas – Campbell, Kaijomaa; Tikkanen, Stipsicz; Harty, Bence Szabo; Daniel Szabo – Kuralt, Sarauer, Erdely; Szita, Timmins, Mihaly; Girard, Metsavainio, Yogan; Sarpatki, Reisz
Dornbirn: Järvenpää (40. Tschrepitsch); Magnan, Gartner, Ellerby, Subban, Schnetzer, Vainonen; Körkkö, Tamminen, Fröwis, Romig, Rapuzzi, Bau Hansen, Schwinger, Häußle, Macierzynski, Antonitsch, Egger