Eishockey: Tupamäki ist Geschichte. Wer spielt den Feuerwehrmann?

Der Dornbirner EC zog die Reißleine, neuer Coach wird gesucht.
Dornbirn Der Dornbirner EC trennt sich von Trainer Jussi Tupamäki. Der 41-jährige Finne, der im Sommer die Nachfolge von Langzeitcoach Dave MacQueen angetreten hatte, ist nach elf Niederlagen in zwölf Spielen Geschichte. Interimsmäßig übernimmt Markku Kyllönen. „Wir werden versuchen, so schnell wie möglich einen Ersatz zu finden“, sagt Manager Alexander Kutzer. „Es muss ein erfahrener Coach sein“, nennt er die Anforderungen an den Kandidaten. „Es geht darum, eine Mannschaft, die momentan nicht sehr viel Selbstvertrauen hat, plus sehr viele junge Spieler, die mit solchen Situationen auch nicht umgehen können, zu führen. Von daher ist es uns wichtig, dass er schon Erfahrungen mit solchen Situationen in der Liga hat.“
Ein Kandidat für die Nachfolge könne Kai Suikkanen sein. Der 60-jährige Finne ist als Feuerwehrmann bekannt, führte Bozen vor zwei Jahren vom letzten Platz zum Meistertitel. Der ehemalige Stürmer mit einem NHL-Spiel für die Buffalo Sabres dürfte aber nicht ganz billig sein. In Bozen wollte man sich Suikkanen eigentlich nicht mehr leisten, der Titelgewinn hatte eine Änderungsmeinung zufolge. Suikkanen, der in seiner Heimat für die Erstligisten TPS Turku, Pelicans Lahti, Kärpät Oulun und in der KHL mit Lokomotiv Yaroslavl arbeitete, war nach dem Aus im März 2019 beim EBEL-Klub ohne Job.
Weitere Änderungen im Trainerstab sind in Dornbirn nicht geplant. „Aus jetziger Sicht sind wir mit den Kotrainern zufrieden“, so Kutzer. „Die jungen Spieler haben sich gut entwickelt. Wir gehen weiter den Weg mit den jungen Österreichern.“ So wird auch sonst keine Richtungsänderung in der Klubphilosophie angestrebt.