Fernab der Heimat beste Schneebedingungen

Sport / 20.08.2019 • 20:30 Uhr
Fernab der Heimat beste Schneebedingungen
Ländle-Trio Daniel Maier, Elisabeth Kappaurer und Patrick Feurstein. OESV

Vorarlbergs Skistars und die Suche nach dem perfekten Start für das Comeback. Elisabeth Kappaurer sowie Daniel Maier und Patrick Feurstein trainieren in Ushuaia/Argentinien.

Ushuaia Sie trainieren am „Ende der Welt“, an der Südspitze Südamerikas, im argentinischen Skiort Ushuaia. Die Rede ist vom Vorarlberger Skitrio Elisabeth Kappaurer (24), Daniel Maier (26) und Patrick Feurstein. Während also die Bregenzerwälderin wieder ihre ersten Schwünge in den Schnee setzt, muss sich Christine Scheyer noch etwas gedulden. Vorarlbergs 25-jähriges Speed-Ass absolvierte gestern zwar den „Back to action“-Test positiv, doch auf dem Weg zurück auf Schnee muss sie sich noch gedulden. Nach der dritten Kreuzbandverletzung weiß Scheyer nur zu gut, dass Geduld gefragt ist. „Bänder brauchen nun mal länger, als die Muskulatur“, sagte sie in der Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar-7“. In puncto körperlicher Fitness ist sie am richtigen Weg, das haben die Testwerte nun ergeben, jetzt heißt es, sich langsam an den Schnee heranzutasten.

Patrick Feurstein

Nur keinen Stress machen

Diesbezüglich ist ihre Trainingspartnerin Elisabeth Kappaurer einen Schritt weiter. Auch wenn sie nach überstandener Schien- und Wadenbeinbruchverletzung immer wieder einen Ruhetag einschiebt. Der Riesentorlaufspezialistin ist jedoch anzumerken, dass sie das Training auf Schnee richtig genießt. „Ich habe lange und hart dafür gearbeitet und auch gekämpft“, sagt Kappaurer. Schlussendlich war sie dann doch überrascht, wie gut sie schon wieder unterwegs ist.

Daniel Maier

„Mein Ziel ist es, wieder in die Top 30 im Riesentorlauf zurückzukehren.“

Elisabeth Kappaurer, Skirennläuferin

Auch Daniel Maier hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Umso mehr genießt er die Trainingseinheiten im südlichen Argentinien. Nach einem Riesentorlaufblock wartete auf ihn der Umstieg auf die Slalomski („Habe ich schon lange nicht mehr angeschnallt“), und auch Super-G-Schwünge wurden geübt. Dass der Weltcup-Auftakt Ende Oktober mit dem Heimrennen in Sölden ein Ziel für ihn ist, verhehlt Maier nicht. Dennoch will er sich keinen Druck machen. Einen solchen hat auch Zimmerkollege Patrick Feurstein keinen. Der 22-Jährige ist erstmals in der Trainingsgruppe mit dabei. Vor allem die drei Trainingstage auf dem Eishang haben es dem Mellauer angetan. Schnell habe er sich an die schwierigen Bedingungen gewöhnt. Jetzt gelte es für ihn, sich technisch zu stabilisieren. Er selbst jedenfalls fühlt sich in neuer Umgebung „pudelwohl“. VN-cha

Elisabeth Kappaurer