Bei Vorarlbergs Handball-Hochburgen schrillen die Alarmglocken

Sport / 30.04.2019 • 11:00 Uhr
Die Bregenzer Handballer (im Bild Severin Lampert) müssen gegen West Wien das drohende dritte Viertelfinal-Aus in Serie abwenden. GEPA
Die Bregenzer Handballer (im Bild Severin Lampert) müssen gegen West Wien das drohende dritte Viertelfinal-Aus in Serie abwenden. GEPA

Bregenz Handball und Alpla HC Hard müssen heute liefern, sonst ist die Saison vorzeitig zu Ende.

Bregenz, Hard Es führt kein Weg daran vorbei: Entweder gehen Bregenz Handball und Alpla HC Hard heute (19 Uhr) im zweiten Akt der Best-of-three-Viertelfinalserie als Sieger vom Parkett, oder sie haben ab dem 1. Mai Sommerpause. Während Rekordmeister Bregenz in eigener Halle gegen West Wien eine 22:28-Niederlage aus der Auftaktrunde aufzuholen hat, gilt es für die Harder beim zeitgleich über die Bühne gehenden Spiel in Schwaz das 17:19 aus dem Hinspiel zu egalisieren.

Müssen letzte Chance nutzen

Bregenz-Neocoach Markus Burger macht kein Hehl daraus, dass er keine Ausreden für die schwache Leistung seiner Mannschaft am vergangenen Freitag gelten lassen will und kann: „Eigentlich war ich der Meinung, dass wir beim Cupfinalturnier Selbstvertrauen getankt haben. Doch genau das Gegenteil war der Fall“, betont der 54-Jährige, der vor vier Wochen Jörg Lützelberger als Cheftrainer bei seinem Stammverein abgelöst hat. „Ich habe bis jetzt keine Erklärung erhalten für das kollektive Totalversagen mit haarsträubenden technischen Fehlern, 15 Ballverlusten und einer unterirdischen Angriffseffektivität. Wir sind ideenlos ins Verderben gelaufen.“

In Einzelgesprächen versuchte der als Feuerwehrmann geholte Burger, den gordischen Knoten zu lösen und den Spielern die Tragweite der Situation zu erläutern. „Nicht nur einmal habe ich daran erinnert, dass nun die Alarmglocken nicht nur läuten, sondern schrillen. Noch sind wir nicht untergegangen, doch das Wasser steht uns bis zum Hals. Wir müssen uns zerreißen und alles daran setzen, dass wir das Heimspiel für uns entscheiden und zumindest ein Entscheidungsspiel erzwingen.“

Auf Hard wartet ein Hexenkessel

Klare Worte fand auch Hards Trainer Klaus Gärtner nach der Heimniederlage seines Teams im Auftaktspiel der K.-o.-Runde gegen Schwaz. „Wir haben die Lehren aus dem Auftaktspiel gezogen. Unsere Abwehrleistung mit 19 Gegentoren war in Ordnung. Im Gegensatz dazu müssen wir im Angriff noch kräftig zulegen, unsere Chance nutzen und bessere Abschlussmöglichkeiten kreieren. Im Hinspiel haben wir einfach zu wenig Lösungen gefunden, um die kompromisslosen Abwehrriegel der Tiroler zu knacken. Deshalb stehen wir jetzt mit dem Rücken zur Wand und sind gefordert, das drohende Aus abzuwenden“, bringt es der 43-jährige Deutsche auf den Punkt.

Im Hinspiel konnten Boris Zikovic und seine Mitspieler nur phasenweise den kompromisslosen Abwehrriegel der Schwazer knacken. GEPA
Im Hinspiel konnten Boris Zikovic und seine Mitspieler nur phasenweise den kompromisslosen Abwehrriegel der Schwazer knacken. GEPA

Für Gärtner ist klar, dass sein Team in der kleinen Schwazer Halle ein Hexenkessel erwartet, in dem es gilt, einen möglichst kühlen Kopf zu bewahren. „Für uns ist die Partie vergleichbar mit einem vorweggenommenen Finale. Im Prinzip ist alles, war wir in den bisherigen 26 Begegnungen erreicht haben, schlichtweg für die Katz. Die zweiten Plätze im Grunddurchgang und in der Bonusrunde sind völlig bedeutungslos, wenn wir jetzt im Viertelfinale die Segel streichen.“

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