Für Altach-Geschäftsführer Christoph Längle würde Sieg perfekt ins Drehbuch passen

Ein weiterer Dreier gegen Wacker Innsbruck würde Cashpoint SCR Altach den Klassenerhalt näherbringen.
Altach Der 27. April könnte für den Cashpoint SCR Altach hinsichtlich Saisonplanung ein ganz essenzieller Tag werden. Denn ein weiterer Sieg im Heimspiel (17 Uhr) gegen den FC Wacker würde wohl den vorzeitigen Klassenerhalt sicherstellen und „Plan B“ (Christoph Längle) wieder in der Schublade verschwinden lassen. Dennoch ist und bleibt für den SCRA-Geschäftsführer ist aktuelle Saison eine „zähe“. „Jetzt stehen wir knapp vor dem Ziel. Wir alle im Verein hoffen natürlich, dass die sportliche Serie verlängert wird.“ Dass das gleichzeitig den Ligaverbleib bedeuten könnte, passt für ihn ins Drehbuch. Allerdings warnt der 48-Jährige vor zu früher Euphorie. „Erst muss noch gespielt werden.“ Deshalb sei es wichtig, ruhig und demütig zu bleiben, auch wenn er feststellt: „Wir alle im Verein haben uns der Situation gestellt und sie gut angenommen.“
Infrastruktur-Offensive
Gerade hinsichtlich der laufenden Bauvorhaben sowie die Kaderplanungen betreffend wäre ein früher Klassenerhalt befreiend. So wird bereits nach dem Wacker-Spiel im Nordbereich des Stadions auch der Gästesektor abgebrochen und dann wird der Bau der Nordtribüne zügig vorangetrieben. Zusammen mit Georg Zellhofer, Geschäftsführer Sport, soll dann auch die Causa Trainer so schnell wie möglich geschlossen werden. „Es würde keinen Sinn machen, länger zu warten, wenn das sportliche Ziel erreicht ist“, strebt Längle einen raschen Verhandlungsstart mit Coach Alex Pastoor an. Der hatte ja noch im Vorfeld des Spiels bekräftigt, dass die Zukunft des Vereins wichtiger als seine sei.
Viele Verträge laufen aus
Ein positives Ergebnis heute im Westderby würde die Arbeit in Bezug auf Kaderplanung für Zellhofer intensivieren. Gilt es doch hinsichtlich der auslaufenden Verträge – Andreas Lukse (31), Benedikt Zech (28), Felix Luckeneder (25), Jan Zwischenbrugger (28), Emanuel Schreiner (30), Andreas Lienhart (33), Simon Piesinger (26), Stefan Nutz (27), Louis Ngwat-Mahop (31), Kristijan Dobras (26), Joshua Gatt (27), Adrian Grbic (22) und Sherko Gubari (22) – zu reagieren. „Es ist mit allen kommuniziert worden“, sagt Zellhofer und unterstreicht, dass es Veränderungen geben wird. „Einige wollen sich selbst verändern, bei anderen ist auch der Trainer am Wort.“ Zudem haben die Altacher mit Samuel Oum Gouet (21/bis 2022) und Christian Gebauer (25/2020) zwei heiße Transferaktien. Jetzt gelte es, so Zellhofer („Ich habe schon Pferde kotzen gesehen“), sportlich die Arbeit sauber zu erledigen. „Ich hoffe nur, wir haben die richtigen Lehren aus dem Spiel am Tivoli gezogen. Dann könnten wir heute einen großen Schritt machen.“
Große Namen im Juli
Was die weiteren Planungen betrifft, so stecken die Altacher mitten in ihren Vorbereitungen zur 90-Jahr-Feier. Deshalb werden im Sommer mit West Ham (Marko Arnautovic) und Southampton (Trainer Ralph Hasenhüttl) zwei Klubs aus der englischen Premier League in der Cashpoint Arena zu sehen sein. Gespielt wird am 11. bzw. 14. Juli, jeweils gegen den heimischen Bundesligaklub. Auch der mögliche deutsche Meister, Borussia Dortmund, hat das Stadion wieder gebucht – für den 30. Juli.
„Ich hoffe, dass Plan B endgültig in der Schublade verschwinden wird.“
Christoph Längle, Geschäftsführer Cashpoint SCR Altach

Nach Lienhart muss auch Kapitän Netzer passen
Zu riskant: Kapitän Philipp Netzer wird das „Rückspiel“ gegen Wacker versäumen. Der nicht geahndete Schlag in die Rippen aus dem Rapid-Spiel hat beim 33-Jährigen doch schlimmere Spuren hinterlassen als vorerst vermutet. Die Schmerzen sind bei schnellen Drehungen zu groß, als dass sich ein Einsatz lohnen würde. Neben Netzer muss mit Lienhart (33) ein weiterer Routinier passen. Zudem fällt auch noch Torhüter Andreas Lukse (31), der sich im Training das Knie verdreht hat, aus. Vielfach schon vergessen ist auch, dass die Altacher mit Hannes Aigner (38) schon lange ihre „Torgarantie“ ersetzen mussten und mit Louis Ngwat-Mahop (31) ein vierter Routinier verletzungsbedingt praktisch keine Rolle mehr spielt. Möglich also, dass jene Elf beginnt, die am Dienstag am Tivoli aufhörte.