Bei Altachs Fußballern ist der Fokus schon voll auf das „Rückspiel“ gerichtet

Deshalb gibt es für SCRA-Trainer Alex Pastoor keinen Grund, es nun ruhiger anzugehen.
Altach „Ich sehe keinen Grund. Warum auch.“ Für Coach Alex Pastoor hat der Kantersieg im ersten von zwei Westderbys innert fünf Tagen keine Auswirkung auf seine Arbeit. „Jeder Sportler strebt doch danach, sich stetig zu steigern“, gibt der 52-jährige Niederländer zu bedenken. Und da sieht er noch genügend Potenzial, auch wenn sein Team aktuell in der Jahrestabelle 2019 Platz sechs in der Bundesliga belegen würde. Fünf Spiele in Folge ist der Cashpoint SCR Altach nun schon ungeschlagen. Das gelang zuletzt im Herbst 2016, als man neunmal unbesiegt blieb und die Saison auf Rang vier abschloss.
„Der Dreier tut richtig gut. So sind wir auf unserer Welle geblieben.“
Manfred Fischer, Spieler Cashpoint SCR Altach
Einer, der maßgeblichen Anteil am Erfolgslauf hat, ist Benedikt Zech. Der 28-Jährige sprach auch an, weshalb man in Halbzeit eins so gr0ße Schwierigkeiten mit dem Spiel der Tiroler hatte. „Sie haben uns in die Zwischenräume gespielt.“ Da fehlte laut dem Trainer das Positionsspiel. Zuschauen statt laufen, war 45 Minuten die Devise der Rheindörfler. Das spielte den jungen, quirligen Wacker-Spielern sichtlich in die Karten. So wirbelten Sascha Horvath (22/167 cm), Alexander Gründler (25/172) oder Matthäus Taferner (18/158) durch die SCRA-Abwehr, allein gegen das Bollwerk Martin Kobras (32) vermochten die Tiroler nichts auszurichten.
Viel Lob von Zellhofer
„Unser Spiel war zu ballunsicher, zu hektisch. Viel mehr braucht man über die erste Halbzeit nicht zu verlieren“, urteilte Christian Gebauer, dem sein siebter Bundesligatreffer im 62. Oberhausspiel gelang. Offensichtlich wurde dabei, dass sich der 27-Jährige nach der Umstellung auf der Seite viel wohler fühlte und somit maßgeblichen Anteil am Umschwung hatte. Dafür gab es auch Lob vom Sportchef. „Die zweite Halbzeit war so ziemlich das Beste von uns in dieser Saison. Wir haben super umgeschaltet, waren läuferisch und in den Zweikämpfen top und haben sauber rausgespielt“, sagte Georg Zellhofer, ohne aber den Beisatz nicht zu vergessen: „Zur Halbzeit könnten wir 0:2 hinten liegen.“
Bangen um Netzer
Nach seinem frühen Aus im Spiel wartet Kapitän Philipp Netzer noch auf eine genaue Diagnose. Bei einer schnellen Drehung im Match am Tivoli hatte er Schmerzen an den Rippen verspürt, eine Nachwirkung des Schlages aus dem Rapid-Spiel.