Tischtennis: Kennelbach räumte im großen Stil alles ab

Aufstieg in die 1. Tischtennis-Bundesliga, Triumph im VTTV-Cup und 16. Titelgewinn in der Mannschaftsmeisterschaft.
Schwarzach Der UTTC Raiffeisen Kennelbach stellte in der Saison 2018/19 in ganz beeindruckender Manier seine Vormachtstellung in der Vorarlberger Tischtenniszene unter Beweis. In der zweiten Bundesliga fixierte das Quartett Istvan Toth, Miro Sklensky, Youngster Maxime Dieudonné und Perspektivspieler Philip Schwab als Zweiter der Gruppe B bereits vor dem Finalturnier am 25./26. Mai in Salzburg den Aufstieg. Damit wird der 1952 gegründete Verein ab Herbst nach 2003 und 2016 zum dritten Mal in der ÖTTV-Eliteliga vertreten sein. Bereits im Februar hatte die Equipe aus der Hofsteiggemeinde in der Besetzung Toth, Dieudonné, Markus Jäger, Daniel Schwärzler, Lukas Mittringer und Marvin Rist beim zum fünften Mal ausgetragenen Vorarlberger Mannschaftscup seinen fünften Triumph eingefahren.
Meisterrunde ohne Makel
Den krönenden Abschluss der erfolgreichsten Saison in der 67-jährigen Vereinsgeschichte gab es dann in der Vorarlberger Mannschaftsmeisterschaft. Nach zehn Siegen und einer Niederlage im Herbstdurchgang überrollte man in der Meisterrunde die Konkurrenz und sicherte sich mit der Maximalausbeute von zehn Siegen und sieben Punkten Vorsprung zum 16. Mal die Krone in der Landesliga, der höchsten regionalen Leistungsklasse. Überragend dabei die Statistik des 18-jährigen Dieudonné, der in allen 25 Einzelpartien der Frühjahrsrunde als Sieger von der Platte ging. Hinter dem Altacher David Merta (15:2 Siege) belegte Jäger mit 17:6 Siegen den dritten Rang und Daniel Schwärzler (10:11) wurde Achter.

Insgesamt 69 Teams aus 19 Vereinen mit über 500 Aktiven beteiligten sich an der erstmals 1937 und seit 1950 in ununterbrochener Reihenfolge zum 71. Mal ausgetragenen VTTV-Mannschaftsmeisterschaft. Erster Verfolger von Kennelbach, das mit dem 16. Titelgewinn in der ewigen Bestenliste mit Rekordmeister TTC SW Bregenz gleichgezogen hat, war 2018-Meister UTTC Toyota Hörbranz. Der sechsmalige VTTV-Meister aus dem Leiblachtal, nach dem Herbstdurchgang noch Erster, hatte mit 44 Punkten nicht zuletzt aufgrund der beiden Siege (6:2 bzw. 6:1) in den direkten Duellen um einen Zähler mehr auf dem Konto wie der drittplatzierte UTTC Altach.
Die Dominanz der Kennelbacher wird zudem durch die Meistertitel in der 1. Klasse (zweithöchste Leistungsstufe) und in der 3. Klasse unterstrichen. Kennelbach-Obmann Matthias Gunsch: „In dieser Saisonhaben wir sprichwörtlich alles abgeräumt, was zu holen war. Der Dank gebührt allen Trainern, Betreuern und Leuten im Vorstand und Verein, die mit ihrer unermüdlichen Arbeit den Grundstein für eine Saison wie im Bilderbuch gelegt haben.“
Zwei Titelgewinne für Bludenz
Neben den drei Titelgewinnen von Kennelbach durfte sich der TTC Sparkasse Bludenz über Triumphe in der 2. und 4. Klasse freuen. Komplettiert wurde die Meisterstatistik durch den TTC Lingenau in der 5. bzw. den UTTC Dornbirn in der 6. Klasse.
Insgesamt wurden in den sieben Leistungsklassen zwischen Mitte September und Mitte April exakt 593 Meisterschaftsspiele mit knapp 5000 Einzelpartien ausgetragen. 19 der 593 Partien endeten mit 10:0 und mit dem TTC ATSV Hard (1. Klasse) und dem TTC Rankweil (6. Klasse) blieben nur zwei Mannschaften ohne einen Sieg.
Alle Zahlen und Fakten zur Vorarlberger Mannschaftsmeisterschaft 2018/19

Klasse UTTC Kennelbach (v. l.): Marvin Rist, Matthias Gunsch, Matthias Sutterlüti, Dieter Weiskopf und Arno Schuchter. 
Klasse TTC Bludenz (v. l.): Ronny Fischer, Armin Maletic, Harald Schuster und Hubert Schiffer. 
Klasse UTTC Kennelbach (v. l.): Kurt Schönberger, Manfred Hoffellner, Daniela Gugganig und Florian Rist. 
Klasse TTC Bludenz (v. l.): Emilio Flir, Sandro Sonderegger, Josef Bickel und Hans Rein. 
Klasse TTC Lingenau (v. l.): Sven Saupe, Michael Holzer, Dirk Barthel, Karl-Heinz Perauer und Jochen Pölz. 
Klasse UTTC Dornbirn (v. l.): Stefan Bubulj, Jürgen Visintainer, Bernhard Nußbaumer und Daniel Erwin-Casero.Vorarlberger Tischtennisverband