Kuen schlüpft bei Tour de Alps ins Leadertrikot

Sport / 24.04.2019 • 11:30 Uhr
Kuen schlüpft bei Tour de Alps ins Leadertrikot
Team-Vorarlberg-Fahrer Roland Thalmann (gelber Helm) nimmt in der Gesamtwertung den zehnten Rang ein. Eisenbauer

Team Vorarlberg Santic bei Tour of the Alps bärenstark.

Schenna Nach dem Triumph von Tao Geoghean Hart in der Auftakt­etappe endete auch das zweite Teilstück der Tour of the Alps mit einem Erfolg des britischen Sky-Radteams. Der Russe Pawel Siwakow hat die Königsetappe von Reith im Alpbachtal über 178,7 Kilometer und 3050 Höhenmeter nach Schenna im Zielsprint vor dem Tschechen Jan Hirt für sich entschieden. Der 21-jährige Siwakow übernahm damit auch die Gesamtführung von seinem am Vortag in Kufstein siegreichen Teamkollegen Hart. Topfavorit Vincenzo Nibali belegte auf dem Teilstück über den Brenner- und Jaufenpass nach Schenna bei Meran mit 29 Sekunden hinter dem Sieger den siebten Rang in der Tageswertung und ist im Gesamtklassement nun Sechster (Rückstand 39 Sekunden).

Kuen schlüpft bei Tour de Alps ins Leadertrikot
Der Tiroler Maximilian Kuen im roten Trikot des Spitzenreiters in der Sprintwertung bei der Tour de Alps 2019. Eisenbauer

Tiroler Max Kuen zeigt in der Heimat groß auf

Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Daniel Geismayr herrschte aber auch im Radteam Vorarlberg Santic erneut Jubelstimmung. Aus einer abermals kompakt und couragiert agierenden Ländle-Equipe ragten besonders der Schweizer Roland Thalmann und Lokalmatador Maximilian Kuen heraus. Besonders der 26-jährige Kuen aus Kufstein blühte in seiner Heimat auf, sammelte bei allen Sprints fleißig Punkte und durfte sich am Ende des Tages über die Führungsposition in der Punktewertung freuen. „Es ist wirklich genial gelaufen. Ich konnte mich vor der Sprintwertung mit einigen Fahrern absetzen, habe zum richtigen Zeitpunkt das Tempo angezogen und wurde belohnt. So einen Erfolg in Tirol zu feiern, ist schon etwas ganz Besonderes“, schwärmte Kuen.

Anschließend war es erneut Thalmann, der bereits am Vortag für Furore sorgte und den Stars wie Nibali und Chris Froome am Hinterrad klebte. Erst am 15,1 km langen Anstieg ins Ziel mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,5 Prozent nach Schenna musste der 25 Jahre alte Schweizer die Spitzengruppe um Siwakow und Hirt ziehen lassen, überquerte als Elfter mit 1:08 Minuten Rückstand die Ziellinie und ist in der Gesamtwertung Zehnter. Teamchef Tom Kofler: „Nach dem Kraftakt auf der ersten Etappe haben die Jungs erneut eine tadellose Leistung abgeliefert. Der neunte Rang mit 13:03 Minuten Rückstand auf Teams wie Astana oder Sky in der Mannschaftswertung ist der verdiente Lohn für eine Topleistung.“

Verletzung zwingt Daniel Geismayr zur Aufgabe

Einen herben Rückschlag verzeichnete Daniel Geismayr. Der Sturz auf der erste Etappe bei der Tour of the Alps hat doch ärgere Auswirkungen, als der 29-jährige Dornbirner zunächst angenommen hat. „Zunächst hat es sich noch nach einer Verstauchung angefühlt. Doch am Morgen war das Gelenk dick angeschollen und ich konnte es nicht mehr bewegen. Damit war klar, dass ich vorzeitg aussteigen muss, was mir unheimlich leidtut für das Team und für mich, da ich mich sehr gut gefühlt habe. Beim Röntgen im Krankenhaus wurde ein Bruch des Kahnbeines am rechten Handgelenk bestätigt“, erklärt Geismayr enttäuscht.

Für Daniel Geismayr endete die Tour of the alps bereits nach der Startetappe. Eisenbauer
Für Daniel Geismayr endete die Tour of the alps bereits nach der Startetappe. Eisenbauer

Wie lange der Mountainbike-Vizeweltmeister pausieren muss, ist noch nicht absehbar. Auf jeden Fall sind dadurch die Chancen auf eine Teilnahme des Dornbirners beim Grand Prix Vorarlberg am 1. Mai in der Region Nenzing auf ein Minimum gesunken.

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