Sandra Urach feierte Halbmarathon-Sieg mit Ansage

Die zweifache Marathon-Landesmeisterin zeigte auch bei Bludenz läuft auf.
Bludenz Besser hätte der Auftakt in die Laufsaison wohl nicht vonstattengehen können. Mehr als 3000 ambitionierte Läuferinnen und Läufer verwandelten Bludenz am gestrigen Sonntag in eine Sportstadt und zeigten auf, wie viel Bewegungsfreude in der Bevölkerung steckt. Im Mittelpunkt der ersten großen Laufveranstaltung des heurigen Jahres stand die Landesmeisterschaft im Halbmarathon, wobei die großen Überraschungen allerdings ausblieben. Bei den Frauen ließ die zweifache Marathon-Landesmeisterin Sandra Urach die Konkurrenz klar hinter sich und siegte in 1:20:35 Stunden vor der Titelverteidigerin Denise Neufert, die nach 1:24:11,4 Stunden ins Ziel kam. Dritte wurde Andrea Meusburger-Kaufmann (1:26:51,1).
Knappe Entscheidung
Bei den Herren fiel die Entscheidung deutlich knapper aus. Der Halbmarathon-Landesmeister des vergangenen Jahres, Wolfgang Pfister, hielt trotz wochenlanger Knieprobleme das Rennen lange offen. Erst auf den letzten zwei Kilometern konnte sich sein schärfster Konkurrent, Timo Hummel, von Pfister lösen und ging in einer Zeit von 1:14:13,6 Stunden als Erster über die Ziellinie, gefolgt von Wolfgang Pfister, bei dem die Uhr bei 1:14:31,9 Stunden stehenblieb. Als Dritter schaffte es Triathlet Paul Reitmayr in 1:16:04,8 Stunden auf das Podest. Wolfgang Pfister, der verletzungsbedingt nicht allzu viel trainieren konnte, und sich deshalb auch kein Zeitlimit gesetzt hatte, zeigte sich überrascht vom seiner guten Platzierung. „Ich bin mehr als zufrieden“, resümierte er glücklich. Timo Hummel brachte seine Gefühle mit drei Worten auf den Punkt: „Es war super.“
Locker durchgekommen
Sandra Urach hatte an sich und der Laufveranstaltung ebenfalls nichts zu kritisieren: „Ich bin bei besten Laufbedingungen locker durchgekommen.“ Sie strahlte ebenso wie Denise Neufert, die mit dem ihr eigenen fröhlichen Lachen ins Ziel kam. Ein bisschen erschöpft zeigte sich Triathletin Bianca Steurer, die die 14-Kilometer-Distanz in 56:21,7 Minuten für sich entscheiden konnte. „Ich bin die ersten Kilometer zu schnell angegangen, danach plagten mich Bauchkrämpfe“, erzählte Steurer, die eine sechsmonatige Laufpause hinter sich hat. Doch aufzugeben kam nicht infrage. Sie hielt erfolgreich durch. Für Anna-Sophia Meusburger waren die sieben Kilometer in der W-19-Klasse einmal mehr eine gemähte Wiese. Die junge Bregenzerwälderin wiederholte ihren Erfolg aus dem Vorjahr in 25:59,9 Minuten.
Bewegte Kinder
Doch nicht nur die bekannten Namen sorgten für beste Stimmung und tolle Leistungen. Alle Teilnehmer, auch jene mit Handicap, gaben, von vielen Zuschauern angefeuert, ihr Bestes. Bis Mittag waren es vorwiegend Erwachsene, am Nachmittag kamen die Kinder zum Zug. Rund 1300 Mädchen und Buben aus Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Schulen zeigten, dass sich in Vorarlberg im wahrsten Sinne des Wortes viel bewegt und viel läuft.
Bludenz läuft: Alle Ergebnisse Überblick







