Rangordnung im Handballderby auf den Kopf gestellt

Blau-Weiß Feldkirch mit 28:24-Heimsieg gegen SSV Dornbirn-Schoren.
Feldkirch Dass in Derbys benachbarter Vereine eigene Gesetze gelten, wurde im 28. Aufeinandertreffen der Vorarlberger Klubs in der Women Handball Austria League (WHA) bestätigt. Beim 28:24-Erfolg setzte sich mit dem HC Sparkasse BW Feldkirch das in der Tabelle schlechter klassierte Team durch. Für den unterlegenen SSV Dornbirn-Schoren, in der Tabelle und in der Derbystatistik vorne, war es die insgesamt zehnte Niederlage in einem Duell gegen die Blau-Weißen.
Zwischenspurt von 7:6 auf 13:6
Die erstmals seit einigen Partien wieder in stärkster Besetzung angetretenen Gastgeberinnen setzten sich nach einer ausgeglichenen ersten Viertelstunde mit einem 6:0-Lauf von 7:6 auf 13:6 (23.) ab. Besonders gegen die kompromisslos agierende Feldkircher Abwehr fanden die Dornbirnerinnen kein Rezept und sahen sich bei Halbzeit der Partie mit einem 10:17-Rückstand konfrontiert.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Geschehen, ehe die gastgebende Equipe von Coach Attila Czetenyi nach dem 19:13 (37.) den Faden verlor. Mit einem 7:3-Lauf auf 20:22 (49.) kämpften sich die von Ex-Welthandballerin Ausra Fridrikas trainierten Gäste zurück und die Partie war wieder völlig offen.

Doch angeführt vom überragend auftretenden Trio Elisabeth Schneider, Bernadett Mlinko und Laura Seipelt, die zusammen für 23 der 28 Feldkircher Tore verantwortlich waren, wurden die Hoffnungen im Lager des Schulsportvereins im Keim erstickt. Nach sechs Toren in Folge und dem 28:20-Zwischenstand (56.) wurde der Grundstein für den zehnten doppelten Punktgewinn der Blau-Weißen im Nachbarschaftsduell gelegt.

Mit dem 28:24-Erfolg haben die Feldkircherinnen zugleich den Kampf um die Nummer-eins-Position in der Vorarlberger Rangordnung des Endklassements neu entfacht. Mit nunmehr 16 Punkten haben die siebtplatzierten Montfortstädterinnen nur mehr zwei Zähler Rückstand auf den um einen Rang besser klassierten SSV Schoren. Allerdings hat Feldkirch in den letzten vier Runden drei Auswärtsspiele und der SSV Schoren ist drei Mal in eigener Halle im Einsatz.

2100 Euro für „Ma hilft“
Im Rahmen des Derbys in der ausverkauften Reichenfeldhalle wurde die Scheckübergabe des traditionellen 2to4-Handball-Benefizevents durchgeführt. Mehr als 46.000 Euro haben Feldkirchs Handballer in den letzten 19 Jahren für soziale Zwecke gespendet. In diesem Jahr wurde die stolze Summe von 2100 Euro an „Ma hilft“-Patin Marlies Müller übergeben. Mit dem Scheck möchte sich der HC Sparkasse BW Feldkirch auf jene Menschen besinnen, denen es im Leben nicht so gut geht, und die die Unterstützung in Form einer Spende sehr gut brauchen können. Die Vereinsverantwortlichen bedankten sich bei allen Teilnehmern des Benefizevents, dem Hauptsponsor Thysenkrupp Presta und den vielen Besuchern, die dazu beigetragen haben, diesen Betrag zu sammeln.
Tabelle der Women Handball Austria League (WHA)