Eishockeystürmer Manuel Ganahl ist um eine Erfahrung reicher

Sport / 03.04.2019 • 13:30 Uhr
Finnland ist  für Eishockeystürmer Manuel Ganahl Vergangenheit, die Zukunft heißt vorerst österreichische Nationalmannschaft.   gepa
Finnland ist für Eishockeystürmer Manuel Ganahl Vergangenheit, die Zukunft heißt vorerst österreichische Nationalmannschaft. gepa

Für den 28-jährigen Stürmer aus Bartholomäberg ging es in Finnland auf und ab.

Schwarzach Man lernt nie aus. Mit dieser Redensart musste sich Eishockeyprofi Manuel Ganahl nach einer Saison in der finnischen Liga befassen. Der 28-Jährige aus Bartholomäberg war mit dem Wechsel in den europäischen Norden vom ersten Tag an dem Kampf ums Leibchen ausgesetzt. „Es war alles neu und eine riesige Umstellung für mich, das hat schon seine Zeit gebraucht“, erzählt Ganahl, der dieser Tag die Zelte in Finnland abbricht und nach Österreich zurückkehrt. „Es war viel Positives für mich dabei, aber auch schwierige Dinge. Ich bin in meinem Leben aber auch um eine Erfahrung reicher geworden.“

Arbeit in den hinteren Reihen

Mit seinem offensiv ausgerichteten Spielstil tat sich Ganahl in der „Liiga“ schwer. „Die ersten beiden Linien sind durchwegs mit erstklassigen Leuten besetzt. Ich habe keine echte Chance bekommen, mich in einem Topsturm zu beweisen. Die Umstellung, in einer dritten oder vierten Linie aufzulaufen, war groß und hat Zeit gebraucht. Ich war auf dem Eis in Rollen, die ich bisher so nicht gekannt habe.“ Das finnische Eishockey legt sein taktisches Augenmerk generell auf die Defensive. „Ab dem Zeitpunkt, als ich mich mit den Verhältnissen abgefunden habe, ist es mir auch besser gelaufen.“
Dafür war ein Wechsel von den Lahti Pelikans zu Lukko Rauma nötig. „In Lahti war die Situation mit dem Trainer schwierig. Ich habe nicht mehr gespielt, es hat nicht ausgesehen, als ob der Coach mit mir planen würde.“ Der Transfer zu Rauma war schnell über die Bühne. „Dort ist man in der Tabelle schlecht gestanden, hat einen Stürmer gesucht.“ Der Umzug in den Westen des Landes während der Saison war ebenso eine neue Situation, wie dann der Einzug ins Play-off mit Endstation im Viertelfinale. „Ich denke, ich konnte mein Positions- und mein Stellungsspiel verbessern. Generell gesehen war das Engagement in Finnland eine tolle Erfahrung. Ich habe viel über das Land und die Leute mit ihrer Kultur erfahren dürfen.“

Überstürzt wird nichts

Ein neues Finnland-Abenteuer wird Ganahl wohl nicht mehr angehen. „Aber ich möchte nochmals eine Chance im Ausland, in einer Liga über der EBEL, suchen.“ Anfragen gibt es, überstürzt wird nichts. Nächste Woche steigt Ganahl in Linz bei der Nationalmannschaft unter Roger Bader ins Training ein. „Ich möchte mich für die WM in der Slowakei empfehlen. Eine Entscheidung über die Zukunft gibt es erst nach der WM.“ Bei einer Rückkehr nach Österreich kommt nur ein Klub in Frage: Ganahl ist noch beim KAC unter Vertrag.