Karate-EM: Bettina Plank will im Duell um Gold die Rangordnung bestätigen

Sport / 30.03.2019 • 15:30 Uhr
Karate-EM: Bettina Plank will im Duell um Gold die Rangordnung bestätigen
Vier Jahre nach ihrem Debüttitel 2015 kämpft Bettina Plank heute bei der Karate-EM in Spanien um Gold und wertvolle Punkte in der Olympiaqualifikation. ÖKB

27-jährige Feldkircherin von der Papierform her in Favoritenrolle im Finale gegen die Französin Sophia Bouderbane.

Guadalajara Wird es die zweite EM-Krone nach 2015 oder das silberne Triple nach 2014 und im Vorjahr? Auf jeden Fall wird Vorarlbergs Paradekaratekämpferin Bettina Plank unabhängig vom Ausgang des Finalduells am Samstag (ca. 18.30 Uhr) beim Championat der European Karate Federation (EKF) im spanischen Guadalajara mit den Bronzenen 2011 und 2017 ihre EM-Erfolgsstatistik auf ein halbes Dutzend aufstocken. Zudem wird die 27-jährige Feldkircherin wertvolle Punkte in der Olympiaqualifikation sammeln und im Race to Tokio vom aktuell achten Rang auf eine Top-5-Position vorrücken.

Extrem passive Kämpferin

Im Duell um Gold in der 50-kg-Klasse bei den kontinentalen Titelkämpfen in Kastilien, knapp 50 km von Madrid entfernt, trifft die HLSZ-Sportsoldatin auf Sophia Bouderbane. Die 23-jährige Französin, die sich in der internen Qualifikation ihres Heimatlandes gegen die Serien-Welt- und Europameisterin Alexandra Recchia durchgesetzt hat, wird von Plank als unangenehme Gegnerin beschrieben: „Sie ist eine extrem passiv agierende Kämpferin, bei der man unglaublich aufpassen muss, dass man nicht im falschen Moment attackiert und ihr die Chance auf einen Konter ermöglicht“, erklärt die Feldkircherin.
Die in Toulon geborene Bouderbane, Unter-21-Europameisterin 2014, 2015 und 2016, setzte sich bei ihrem zweiten EM-Start in der Frauenklasse zunächst gegen die Tschechin Adriana Crhonkova mit 5:0 durch, bezwang anschließend Katarina Susac (BIH) 1:0, ehe sie nach Kampfrichterentscheid über die Deutsche Shara Hubrich ins Halbfinale einzog. Im Duell um den Poolsieg setzte sich die Französin, aktuell auf Position 14 im WKF-Ranking und auf Position 41 im Race to Tokio, gegen die Titelverteidigerin und Weltranglistenführerin Serap Özçelik aus der Türkei mit 2:0 durch.

1:1 in den direkten Duellen

Zum direkten Duell der Finalkontrahentinnen kam es im letzten halben Jahr zwei Mal: Beim Premier-League-Turnier Mitte Oktober in Tokio triumphierte Bouderbane nach Kampfrichterentscheid, vor knapp drei Wochen behielt Bettina Plank bei den Austrian Open in Salzburg mit 4:3 die Oberhand. „Ich erwarte ein ganz heißes Duell, bei dem wenige Nuancen entscheiden werden. Ich will mich mit dem Finaleinzug nicht begnügen und alles daran setzen, damit die Goldene mit ins Ländle geht“, betonte Plank optimistisch.
Im Teambewerb (35 Nationen) schieden Bettina Plank und Co. nach dem 2:0 gegen Russland zum Auftakt in Runde zwei nach einer 1:2-Niederlage gegen Serbien vorzeitig aus.