Bei Altach-Coach Alex Pastoor steigt der Adrenalinspiegel

Der Holländer zieht ein positives Resümee seiner ersten Trainingswoche bei Fußball-Bundesligist Cashpoint SCR Altach.
Altach Am Ende seiner ersten Arbeitswoche gönnte er den Spielern einen Regenerationstag. Zeit für Neo-Trainer Alex Pastoor Zeit für eine erste, wenn auch noch kleine Bilanz. „Sehr positiv“, bilanzierte er in wenigen Worten seine ersten Arbeitstage beim Cashpoint SCR Altach. Zusammen mit seinem Trainerteam erarbeitete er die Strategie für die anstehenden Tage, inklusive sein Debütspiel am Samstag (17 Uhr), zu Hause gegen Mattersburg. Viel gesprochen habe er. In Einzelgesprächen, aber auch mit mehreren Spielern gleichzeitig wollte er die Meinung der Akteure kennenlernen. Die Spielern mit einzubinden ist Teil seiner Fußballphilosophie. „Sie müssen wissen, was sie von mir erwarten können. Aber ich will auch wissen, was sie von mir erwarten.“ Als Lautsprecher ist Pastoor nicht bekannt, vielmehr als Coach, der sehr klar und einfach seine Vorstellungen an die Kicker weitergibt.
Disziplin und Konzentration
Großen Wert legt der 52-jährige Holländer auf die tägliche Arbeit auf dem Trainingsplatz. Der Fußballspruch „Du spielst, wie du trainierst“ erhält unter seiner Regie neue Relevanz. Diesbezüglich ist Pastoor nach der ersten Woche voll des Lobes über seine Schützlinge und den gesamten Trainerstab. Wohlwissend, dass die Antwort auf dem Platz passieren muss und dass seine Arbeit am Ergebnis gemessen wird. Diesbezüglich kommt ihm seine positive Grundeinstellung („Ja, ich bin ein positiv denkender Mensch“) sehr zugute. Aber wohl auch, dass ihm zwei Tage vor dem Match praktisch alle Spieler zur Verfügung stehen. Bis auf Louis-Clement Ngwat-Mahop (31) und Leonardo Zottele (19) sind alle voll im Training.
Seinen erster Eindruck von der Mannschaft und den Spielern, den er sich mittels Videostudium und Spielbeobachtung in Wien (Anm. d. Red.: gegen die Austria) verschafft hat, sieht er indes schon bestätigt. „Die Mannschaft ist besser, als sie selber denkt.“
„Die Mannschaft ist besser, als sie selber denkt. Sie davon zu überzeugen, ist meine Aufgabe.“
Alex Pastoor, Trainer Cashpoint SCR Altach
Deshalb denkt er gar nicht daran, allzu viel zu verändern, sondern kleine Anreize zu setzen. Selbst bezüglich der Brisanz der anstehenden Partie gegen Mattersburg mit der emotionalen Rückkehr von Ex-SCRA-Trainer Klaus Schmidt oder der schlechtesten Heimbilanz aller Bundesligisten sowie der Negativbilanz in den bisherigen Saisonspielen gegen die kommenden Qualirundengegner lässt er sich nicht beirren. „Ich schaue nicht in die Vergangenheit, wichtig ist jetzt und die Zukunft“, sagt der Coach, für den Disziplin und Konzentration wichtige Attribute darstellen. Des weiteren versucht er den Spielern zu vermitteln, sich nicht beirren zu lassen und im Match an der Organisation festzuhalten. „Es wird immer Situationen geben, die unerwartet eintreffen, sowohl positiv wie negativ. Das kann man nicht beeinflussen, aber wie man damit umgeht schon.“ Umso wichtiger sei es, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Familie noch in den Niederlanden
In seiner offenen Art gesteht Altachs Neo-Coach, dass bei ihm der Adrenalinspiegel angesichts des näher rückenden Debütspiels steigt. „Klar, die Anspannung ist da. Das gehört im Fußball dazu, bei Spielern und bei Trainern.“ Auf familiären Beistand im Stadion wird Pastoor vorerst bis Ostern verzichten müssen, denn der dreifache Vater hat noch einen schulpflichtigen Sohn. Da ist derzeit seine Gattin gefragt, während er selbst alles dem Unterfangen „Klassenerhalt mit Altach“ unterordnet.
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