Eishockey: Dornbirn droht frühes Saisonende

Bulldogs nach 1:2-Niederlage in Villach sieben Punkte von Play-off-Platz entfernt.
Villach Langsam muss man sich in Dornbirn auf ein frühzeitiges Saisonende einstellen: Die 1:2-Niederlage gegen Villach vergrößerte den Rückstand auf Znojmo und Linz auf sieben Punkte. In den restlichen vier Qualifikationsspielen geht sich der Sprung unter die letzten Acht rechnerisch noch aus. Jedoch bräuchte es einen Totalausfall der beiden Erstgenannten und zugleich einen Siegeslauf der Bulldogs, damit dieses Rechenbeispiel aufgeht. Daran ist aber nur schwer zu glauben, denn gegen die Draustädter wäre mehr drinnen gewesen. „Wir haben eigentlich alles gegeben. Aber wenn bei so vielen Chancen nur ein Treffer rausschaut, dann muss man sich schon an die eigene Nase greifen“, erklärte Thomas Vallant. Damit meinte der Verteidiger das Schlussdrittel, in dem die Bulldogs deutlich mehr vom Spiel hatten. „Ich kann mir nicht erklären, warum wir nichts ins Tor gebracht haben“, sinnierte DEC-Coach Dave MacQueen über die verpassten Möglichkeiten.
O´Donnell musste passen
Schon vor dem Spiel gegen die Kärntner wurde das Durchhaltevermögen der Bulldogs im „verflixten“ siebten Jahr seit dem Ligaeinstieg auf eine weitere Probe gestellt. Der Check am Freitag von Linz-Verteidiger Jonathan D’Aversa bescherte Brendan O’Donnell eine Gehirnerschütterung und das vorzeitige Saisonaus. Damit kam den Messestädtern neben den Ausfällen von Rob Bordson, Joel Broda und Radek Cip der mittlerweile vierte DEC-Angreifer abhanden. Im Spiel gegen Villach war das Fehlen von O’Donnell nicht zu übersehen. Wirklich gefährlich wurden die Gäste im Startdrittel erst in den letzten Minuten. Da liefen die Bulldogs aber bereits einem Rückstand nach. In der siebenten Minute fälschte Jerry Pollastrone den Puck glücklich zum 1:0 für die Kärntner ab. Diesen Verlusttreffer hätten die Dornbirner in den letzten beiden Minuten ausgleichen können. In der 18. Minute vergab Jussi Pulli, wenige Augenblicke vor Drittelende scheitere Brod Reid gleich doppelt an VSV-Goalie Dan Bakala.
Chancen nicht genutzt
Auch im Mitteldrittel strahlten die Gäste nur wenig Gefahr aus. Trotz zweier Überzahlmöglichkeiten hatten die Adler die Bulldogs stets gut im Griff. In der 37. Minute kam Kevin Macierzynski, der zum 300. Mal in der EBEL auflief, frei zum Schuss. Doch Bakala konnte die Scheibe gerade noch mit der Schulter abwehren. Es war die Top-Chance der Dornbirner in diesem Drittel. In den letzten 20 Minuten setzten Brock Trotter und Co nochmals alles auf eine Karte. Prompt gelang Scott Timmins in der 42. Minute der Ausgleich. In Unterzahl vollendete er ein Zuspiel von Brodie Dupont. Obwohl die Bulldogs nun mehr vom Spiel hatten traf Justin Maylan im Powerplay elf Minuten vor dem Ende per „Bauerntrick“ zum 1:2. DEC-Goalie Miroslav Svoboda, der mit einer Fangquote von knapp 95% stark aufspielte, war geschlagen. Es war die Entscheidung. Die Dornbirner schafften es nicht mehr, die Scheibe trotz mehrerer guter Möglichkeiten an Bakala vorbei zu bringen. ABR