Das Handball-Derby hat Spuren hinterlassen

Sport / 24.02.2019 • 20:30 Uhr
Knapp 1800 Zuschauer bekamen ein packendes Ländle-Derby zu sehen. Am Ende jubelte Gastgeber Bregenz über einen 26:25-Heimsieg. GEPA
Knapp 1800 Zuschauer bekamen ein packendes Ländle-Derby zu sehen. Am Ende jubelte Gastgeber Bregenz über einen 26:25-Heimsieg. GEPA

Packender Positionskampf für Viertelfinalserie.

Bregenz, Hard Das 91. Ländle-Derby in der Spusu Liga war beste Werbun und spielgelte die Ausgeglichenheit in der höchsten nationalen Spielklasse im Männerhandball. Während sich an der Spitze Krems in beeindruckender Manier mit acht Punkten Vorsprung abgesetzt hat und die Hoffnungen in der Wachau auf den zweiten Meistertitel nach 1973 immer größer werden, buhlt dahinter ein erbitterter Kamp um die Ausgangslage für die Mitte April beginnende K.-o.-viertelfinalserie. Den aktuell zweitplatzierten regierenden Vizemeister Alpla HC Hard und den die Reihung des Play-off-Durchgangs (Anm. Top-5-Teams nach dem Grunddurchgang) abschließenden Rekordmeister Bregenz liegen lediglich zwei Punkte.

Frühstück fällt acht Wochen aus

Nicht zuletzt durch den 26:25-Heimsieg im Derby, dem ersten Punktgewinn im Play-off, hat man in der Festspielstadt wieder frischen Mut geschöpft. Allerdings plangen die Bregenzer derzeit aklatante personelle Probleme. Neben den Langzeitverletzten Clemens Gangl (Meniskus) und Christian Jäger (Patellasehne) bzw. den angeschlagenen Vlatko Mitkov (Wadenzerrung) und Ante Esegovic (Entzüdung am Knie und an der Schulter) hat es mit Lukas Frühstück einen weiteren Akteur erwischt. Der Kapitän zog sich im Derby bei einem Zusammenprall mit Thomas Weber eine Fraktur am Nasenbein zu und muss eine sechs- bis achtwöchige Zwangspause einlegen. „Da tut es schon gut, wenn junge Spieler wie Severin Lampert, robin Kritzinger oder auch Matthias Brombeis im Derby so einen Sahnetag erwischen. So groß die Freude darüber auch ist, kann man jetzt nicht erwarten, dass wir mit unbändigem Willen und Einsatz auch in den folgenden Spielen Erfolg haben“, betont Bregenz-Cheftrainer Jörg Lützelberger unverblümt. „Doch ich hoffe, wir können das im Derby getankte Selbstvertrauen in bare Münze umwandeln, bis wir personell wieder etwas breiter aufgestellt sind.“

Nico Schnabl gehörts nicht nur wegen seiner sechs Tore zu den Aktivposten der siegreichen Bregenzer. GEPA
Nico Schnabl gehörts nicht nur wegen seiner sechs Tore zu den Aktivposten der siegreichen Bregenzer. GEPA

Kein Grund zur Panikmache

Ähnlich sieht Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner die Situation: „Natürlich hätten wir gerne die Punkte aus Bregenz mitgenommen. Doch auch bei uns läuft nicht alles so, wie wir es uns vorstellen. Doch für Panikmache besteht kein Grund. Noch sind wir im Plansoll und der Modus sorgt dafür, dass wir noch alle Trümpfe selbst in der Hand.“

Die 17-jährigen Matthias Brombeis (l.) und Robin Kritzinger lieferten im 91. Ländle-Derby eine gelungene Talentprobe ab. Verein/Zaponig
Die 17-jährigen Matthias Brombeis (l.) und Robin Kritzinger lieferten im 91. Ländle-Derby eine gelungene Talentprobe ab. Verein/Zaponig