Eine schöne Bescherung für die „Ma hilft“-Aktion

Spezial / 11.12.2016 • 22:23 Uhr
VN-Chefredakteur und „Ma hilft“-Obmann Gerold Riedmann bedachte „Ma hilft“-Patin Marlies Müller mit einem weihnachtlichen Strauß.
VN-Chefredakteur und „Ma hilft“-Obmann Gerold Riedmann bedachte „Ma hilft“-Patin Marlies Müller mit einem weihnachtlichen Strauß.

In diesem Jahr fiel der Spendenscheck mit 135.000 Euro besonders hoch aus.

schwarzenberg. War das eine schöne Bescherung für die VN-Sozialaktion „Ma hilft“: Die große Gala, quasi das Herzstück der Initiative, erbrachte heuer die enorme Spendensumme von 135.000 Euro. Großspender und die Einnahmen aus den Eintrittskarten sorgten dafür, dass der Scheck in diesem Jahr höher ausfiel, als dies 2015 der Fall war. Ob dieser Großzügigkeit fehlten sogar „Ma hilft“-Patin Marlies Müller fast die Worte. Sichtlich gerührt bedankte sie sich für das Engagement, das so viele für „Ma hilft“ zeigen. „Ich habe ein Lebenswerk von Elly Böhler übernommen und will auch weiterhin dafür mein Bestes geben“, versprach Marlies Müller, die gerade jetzt, so kurz vor Weihnachten, wieder unermüdlich für Menschen in Notlagen unterwegs ist.

Unspektakuläre Hilfe

Krankheiten, Todesfälle, Arbeitslosigkeit: Häufige Gründe, die besonders Familien um ihre Existenz bangen lassen. Und immer sind auch Kinder betroffen. Sie liegen der „Ma hilft“-Patin besonders am Herzen. Aber nicht nur ihr. Davon zeugen die Spenden, die während des ganzen Jahres, vor allem aber im Rahmen der „Ma hilft“-Gala, gegeben werden. Die Hilfe, die damit möglich wird, ist häufig eine unspektakuläre, doch sie kommt in jedem Fall an.

Das konnte auch die diesjährige „Ma hilft“-Gala von sich behaupten. Binnen kurzer Zeit waren die Karten für den Abend im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg vergriffen. Rund 600 Besucher erlebten dort einen unterhaltsamen dritten Adventsonntag mit viel Musik und noch mehr Humor. Dafür bürgte die kongeniale Besetzung aus „Kleaborar Bahnteifl“ und Otto Hofer. Das Bregenzerwälder und Lustenauer Gespann hatte das Publikum von der ersten Minute an auf seiner Seite. „Man sollte diesen Auftritt irgendwie konservieren können“, meinte eine begeisterte Zuhörerin. Tatsächlich blieb an diesem regnerischen Sonntagabend zumindest im Angelika-Kauffmann-Saal kaum ein Auge trocken. Es durfte von ganzem Herzen gelacht und mitgesungen werden.

Große Namen

Ulrich Troy und seine „Kleaborar Bahnteifl“ boten ein ebenso abwechslungsreiches wie bodenständiges musikalisches Programm, in dem auch große Namen wie Gerhard Bronner und Georg Kreisler nicht fehlten. Zur Einstimmung gab es allerdings eine Hommage an den tüchtigen Vorarlberger, der jedoch nur dann in den Gsiberger-Himmel kommt, wenn er seine Samstagsarbeiten ordentlich, also „ghörig“, erledigt. Dann folgte eine schräge Version des altehrwürdigen Erzherzog-Johann-Jodlers. Auch gegendert wurde auf Wälderisch, wobei als Vorlage des „Wilddiebs“ die Version der „Wellküren“ diente. Da wurde etwa aus dem Förster eine Försterin, aus dem Gendarm eine Gendarmin und aus Gott eben eine Gottin. Von den bekannten Wiener Chanconniers Gerhard Bronner und Georg Kreisler entliehen sich die „Bahnteifl“ den „Hydranten“ und die „Telefonbuch-Polka“. Auch die mehr oder minder sinnigen, aber stets lustigen Ergüsse deutscher und Schweizer Kabarettisten fanden Platz im vielseitigen Repertoire des Bregenzerwälder Quartetts.

Lachstürme geerntet

Für das gesprochene Wort zeichnete der Lustenauer Unterhalter Otto Hofer verantwortlich. Mit dem ihm eigenen unnachahmlich trockenen Humor gab er Geschichten und Anekdoten zum Besten, die das Publikum zu Lachstürmen hinrissen. Hofer selbst verzog dabei keine Miene. Aber das gehört zu seinem Image. Kein Wunder, dass die Besucher nach dem letzten Akkord nach mehr verlangten. Weder die „Bahnteifl“ noch Otto Hofer versagten ihnen den Wunsch nach Zugaben. Fast zweieinhalb Stunden lang ging für eine gute Sache die Post ab. Und weil „Ma hilft“ eine gute Sache ist, stellten die Künstler den Verkaufserlös, den sie mit CD’s und Büchern lukrierten, auch noch der VN-Aktion zur Verfügung. 

Der Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg war beim Auftritt der „Kleaborar Bahnteifl“ und Otto Hofers bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucher hatten ihr Kommen nicht zu bereuen.
Der Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg war beim Auftritt der „Kleaborar Bahnteifl“ und Otto Hofers bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucher hatten ihr Kommen nicht zu bereuen.
Die Schwarzenberger Musikanten spielten Besinnliches.
Die Schwarzenberger Musikanten spielten Besinnliches.
Erzähler Otto Hofer begeisterte das Publikum.
Erzähler Otto Hofer begeisterte das Publikum.
Ulrich Troy drückte den „Bahnteifln“ seinen Stempel auf.
Ulrich Troy drückte den „Bahnteifln“ seinen Stempel auf.
Bandkollege Tone Schneider in Aktion.
Bandkollege Tone Schneider in Aktion.