„Die Österreicher wollen Stabilität“

Zahlreiche Politiker und Experten analysierten Hofburg-Schlacht im Wahlstudio.
Wien. Mit spannenden Einschätzungen, Analysen und Reaktionen wurde am Sonntag im Wahlstudio der Vorarlberger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, Salzburger Nachrichten, Kleine Zeitung, Oberösterreichische Nachrichten sowie der Tageszeitung „Die Presse“ einiges geboten. VN-Chefredakteur Gerold Riedmann führte gemeinsam mit Elisabeth Eidenberger (OÖN), Maciej Palucki (Presse) und Klaus Knittelfelder (Kleine Zeitung) durch die Sendung. Für die VN diskutierte außerdem Innenpolitik-Chefin Birgit Entner in den Redoutensälen der Hofburg. In zahlreichen Programmpunkten sprachen neben Van der Bellen und dem unterlegenen FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer weitere Politiker und Politikexperten über die Wiederholung der Stichwahl. „Ich denke, die Österreicher sind keine Extremisten, und das wollten sie auch zeigen. Sie wollten vor allem Stabilität“, kommentierte etwa Politikberaterin Heidi Glück den Sieg Van der Bellens. Es nütze niemandem, wenn es eine weitere Polarisierung innerhalb der Gesellschaft gebe, erklärte sie. Meinungsforscherin Eva Zeglovits analysierte wiederum, dass die Schlussmobilisierung des ehemaligen Grünen-Chefs besser geklappt habe als bei Hofer. Medienberater Peter Plaikner fügte hinzu: „Die Themen und die Versuche, einen Skandal anzuzetteln, haben für die FPÖ nicht funktioniert.“ Es dürfe aber jetzt nicht unter den Tisch fallen, dass der Ton in der Politik schärfer geworden sei. Der deutsche Journalist Klaus Pömpers (Deutsche Welle) glaubt wiederum: „Der Reformhunger der Österreicher ist erkennbar, aber man will es nicht zu heftig.“ Der Rechtsruck im Land ist seiner Ansicht nach aber nur vertagt worden.



