Noch Verschiebungen durch die Wahlkarten
WiEn. Im ersten Durchgang der Bundespräsidentenwahl vor vier Wochen hat sich gezeigt, dass Wahlkartenwähler anders ticken: Im Vergleich zum vorläufigen Ergebnis am Wahltag gab es bis zum endgültigen Ergebnis am Tag darauf Verschiebungen: Norbert Hofer büßte von 36,4 auf 35,1 Prozent ein – und Alexander Van der Bellen legte von 20,4 auf 21,4 Prozent zu.
Diese Verschiebungen folgen einem bekannten Muster: Die Grünen haben bei den Brief- bzw. Wahlkartenwählern einen überdurchschnittlich hohen Zuspruch. Die Anhänger der FPÖ hingegen bevorzugen das traditionelle Wahllokal.
Knapp 900.000 Wahlkarten wurden ausgestellt. Im ersten Wahlgang waren es 640.000. Ein Teil der 900.000 Wahlkarten – mehr als 150.000 – ist bereits in die gestrige Auszählung in den Wahllokalen eingeflossen. Ein weiterer Teil wird erfahrungsgemäß verfallen.