Ein Werk, das den Nerv trift

Spezial / 17.09.2015 • 22:01 Uhr
Ulrich Greiner erhält heuer den „Tractatus“-Preis. Foto: Lechner
Ulrich Greiner erhält heuer den „Tractatus“-Preis. Foto: Lechner

Lech. Der deutsche Literaturkritiker Ulrich Greiner wird am Freitagabend mit dem Essay-Preis „Tractatus“ des Philosophicum Lech ausgezeichnet. Er erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis exemplarisch für sein Werk „Schamverlust. Vom Wandel der Gefühlskultur“. Das Buch sei überaus vielschichtig und erhellend, anschaulich und anregend geschrieben, in einer Zeit von Selfies, selbst gedrehten Youporn-Videos oder missglückten Facebook-Profilen treffe es den Nerv der Zeit, sagte Jury-Mitglied Barbara Bleisch.

Preisträger

2009 Franz Schuh: Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst.

2010 Kurt Flasch: Kampfplätze der Philosophie

2011 Norbert Bolz: Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht

2012 Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann

2013 Kurt Bayertz: Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens

2014 Peter Bieri: Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde

2015 Ulrich Greiner: Schamverlust. Vom Wandel der Gefühlskultur