Ein Werk, das den Nerv trift

Lech. Der deutsche Literaturkritiker Ulrich Greiner wird am Freitagabend mit dem Essay-Preis „Tractatus“ des Philosophicum Lech ausgezeichnet. Er erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis exemplarisch für sein Werk „Schamverlust. Vom Wandel der Gefühlskultur“. Das Buch sei überaus vielschichtig und erhellend, anschaulich und anregend geschrieben, in einer Zeit von Selfies, selbst gedrehten Youporn-Videos oder missglückten Facebook-Profilen treffe es den Nerv der Zeit, sagte Jury-Mitglied Barbara Bleisch.
Preisträger
2009 Franz Schuh: Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst.
2010 Kurt Flasch: Kampfplätze der Philosophie
2011 Norbert Bolz: Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht
2012 Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann
2013 Kurt Bayertz: Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens
2014 Peter Bieri: Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde
2015 Ulrich Greiner: Schamverlust. Vom Wandel der Gefühlskultur