Tagesprotokoll Vorarlberg

edited by Zsolt
Die Alpenfestung ist nur Propaganda und ein hilfloses Unterfangen. Die alten Verteidigungslinien werden notdürftig befestigt: an der Bregenzer Klause, am Kummenberg, bei Feldkirch, bei Nüziders und im Klostertal.
Über 8000 junge Rekruten der Standquartiere Bregenz und Bludenz und Ersatzkompanien aus Landeck sollen unter Waffen stehen. Bei Feindberührung werden sie sich jedoch ergeben. Der „Volkssturm“ kooperiert vielfach mit der Widerstandsbewegung.
Vereinzelte Kämpfer der 24. Deutschen Armee flüchten vor den Franzosen. Die Nachhut bildet vier Kompanien der Waffen SS. Sie ziehen eine feige Blutspur durch Vorarlberg.
Am Morgen erschießt die SS in Hohenweiler einen Familienvater.
Die Franzosen kämpfen sich bis nach Lochau vor.
Hitler entzieht sich allem Geschehen und begeht in Berlin Selbstmord. Deutschland kapituliert noch immer nicht.
In Bregenz leisten die Deutschen noch immer Widerstand, obwohl die Lazarettstadt mittlerweile zur „offenen Stadt“ erklärt wurde.
Die Franzosen stellen ein Ultimatum. Wenn bis 3 Uhr Bregenz nicht geräumt ist, wird das Feuer eröffnet.