Tagesprotokoll International

Spezial / 29.04.2015 • 19:29 Uhr
Soldaten der Roten Armee hissen nach tagelangen Kämpfen in Berlin auf dem dortigen Reichstagsgebäude die sowjetische Fahne. Foto: Sovfoto/UIG
Soldaten der Roten Armee hissen nach tagelangen Kämpfen in Berlin auf dem dortigen Reichstagsgebäude die sowjetische Fahne. Foto: Sovfoto/UIG

Berlin: Nachdem die Schlacht um Berlin Tausende Menschen das Leben gekostet hat, gelingt es Stoßtrupps der Roten Armee endlich in das Regierungsviertel einzudringen. Sie hissen eine sowjetische Fahne auf dem Reichstagsgebäude. Adolf
Hitler und Eva Braun begehen daraufhin am Nachmittag Selbstmord, ihre Leichen werden im Garten mit viel Benzin verbrannt. Der Freitod des Diktators wird zunächst nicht bekannt gegeben.

München/Stuttgart: US-Truppen besetzen Stuttgart und München. Sie befreien rund 32.000 völlig entkräftete Häftlinge im Konzentrationslager Dachau und erreichen anschließend Oberösterreich.

Okinawa: Vier Wochen nach der Invasion der US-Armee auf der japanischen Insel Okinawa erhalten die Amerikaner massive Verstärkung aus Washington. Okinawa ist die letzte Verteidigungslinie, die einer Invasion der japanischen Hauptinseln durch die Alliierten im Weg steht. Entsprechend groß ist der Widerstand des Kaiserreichs, das vermehrt Selbstmordattacken durch Shimpu-Tokkotai-Einheiten (Kamikaze) auf die US-Marine fliegt. Die Verluste sind auf beiden Seiten enorm.

Hunan: In China tobt die Schlacht um die Region West-Hunan. Die Chinesen wehren sich wenig erfolgreich gegen die vorrückenden Japaner.

Wien: Das Wiener Wohnungsamt ist wieder für den Parteienverkehr geöffnet. Angesichts von fast 90.000 zerstörten oder unbenützbaren Wohnungen und Zehntausenden Flüchtlingen in der Stadt ist die Aufgabe nicht zu bewältigen. Im Auftrag von Bürgermeister Körner werden Straßentafeln, die Nazinamen tragen, überklebt. So wird zum Beispiel aus dem Adolf-Hitler-Platz wieder der gute, alte Rathausplatz.