Rettungskräfte sammeln Hunderte Leichenteile ein

Experten arbeiten unter extremen Bedingungen am Absturzort und im Labor.
düsseldorf, paris. (VN) Die Rettungskräfte am Absturzort der Germanwings-Maschine haben bisher nur Leichenteile sammeln können. “Wir haben bisher keinen einzigen vollständigen Körper geborgen”, sagte Kriminaltechniker Patrick Touron am Freitag am Einsatzort in Seyne-les-Alpes. Er sprach von etwa 400 bis 600 Leichenteilen, die gefunden worden seien.
Es gebe einige Übereinstimmungen mit den DNA-Proben, die bei Angehörigen der Opfer genommen worden seien. Auch biometrische Daten etwa von Zahnärzten oder Röntgenbilder würden herangezogen. Die Gewebeproben werden den Angaben zufolge in Umschlägen ins Labor versandt. Laut Touron werde versucht, die Leichenteile den Opfern zuzuordnen.
Angaben zur Dauer der Bergungsarbeiten wollte der Kriminaltechniker nicht machen. Er verwies auf die extrem schwierigen Bedingungen in dem schwer zugänglichen Gelände der Absturzregion. Er ließ offen, wie viele Einsatzkräfte dort derzeit arbeiten. Insgesamt seien rund 50 Experten mit Bergung und Analyse befasst. Die Dauer der Bergung hänge vor allem von diesen Voraussetzungen und den Witterungsbedingungen ab.