Vorarlberger Urlauber mit Respekt, aber ohne Angst

Das Flugzeugunglück im Bewusstsein scheuen Vorarlberger das Fliegen dennoch nicht.
Friedrichshafen. (VN-pes) Nur etwas mehr als 24 Stunden nach dem Unglück, am Flughafen Friedrichshafen. Der größte Andrang des Tages herrscht vor dem Flug um 15.15 Uhr nach Hurghada in Ägypten. Auch Menschen aus Vorarlberg starten heute in den Urlaub. „Es kann immer etwas passieren, auch wenn ich mit dem Auto fahre“, sagt Alexander Streitler aus Sulz. Er fliegt mit Gattin Gabriele und Nichte Xenia nach Hurghada. „Es geht uns schon ein bisschen durch den Kopf“, meint Gabriele Streitler. Aber Angst? Die haben sie nicht.
Renate Vogt aus Sibratsgfäll ist schon viel geflogen. „Ich bin schon in ein Gewitter und in Ausläufer eines Taifuns geraten“, sagt sie. „Aber ich bin gläubig, mein Schutzengel fliegt mit“, lacht sie, ehe sie sich in die Check-in-Schlange einreiht. Ähnlich sehen das Monika und Günter Lenz aus Dornbirn: „Es sind ständig viele Tausend Flugzeuge in der Luft, wir fliegen nicht mit Angst.“
Einen eigenen Pilotenschein hat Werner Metzler aus Dornbirn. „Es müssen schon mehrere Fehler nacheinander passieren, damit ein Flugzeug abstürzt“, weiß er. Er kam, um seine Frau in die Arme zu schließen. Die landete sanft mit dem Flieger aus Hurghada.
Hobbypilot Werner Metzler aus Dornbirn.


