Gorbatschow hat die DDR „freigegeben”

Spezial / 07.11.2014 • 20:09 Uhr

moskau. (VN-hrj) Michail Gorbatschow, 1989 noch Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, distanzierte sich von der Breschnew-Doktrin und leitete durch seine Politik der Glasnost (Offenheit) und der Perestroika (Umbau) das Ende des Kalten Krieges ein.

Die neue Freiheit führte zum damaligen Zeitpunkt zu einer Reihe überwiegend friedlicher Revolutionen in Osteuropa. Bei den Demonstrationen im Oktober und beim Mauerfall in Berlin sorgte Gorbatschow dafür, dass die in der DDR stationierten sowjetischen Streitkräfte in den Kasernen blieben. Er gab die DDR frei. Ihm ist die deutsche Wiedervereinigung zu verdanken, wofür er 1990, inzwischen Staatspräsident der Sowjetunion, den Friedensnobelpreis erhielt.