“Das erstaunlichste Kochbuch unserer Zeit”

Die Kritiker jubelten über „Modernist Cuisine“. Nun ist das Kochbuch auch leistbar.
Kulinarik. (VN-sca) Katy McLaughlin vom Wallstreet Journal ist mit ihrem Urteil nicht alleine. Auch der berühmte Restaurant- und Kulinarikkritiker Tim Zagat ist mit ihr der Meinung, dass das sechsbändige Werk „das erstaunlichste Kochbuch unserer Zeit“ ist. Aber was macht das Werk, das vom ehemaligen Chief Technology Officer der Firma Microsoft angeschoben und finanziert wurde, so einzigartig?
Bestandsaufnahme
Über Jahre hat sich der kochaffine Nathan Myhrvold, der an der UCLA Mathematik, Geo- und Astrophysik studiert sowie an der Princeton University in Wirtschaftsmathematik und theoretischer Physik promovierte, mit seinen beiden Leidenschaften auseinandergesetzt und hat zusammen mit Koch Chris Young, der seine Meriten im englischen Kultrestaurant „The Fat Duck“ verdiente, und dem schreibenden Koch Maxime Bilet eine Bestandsaufnahme der „hohen Küche“ geschaffen. Das ist wörtlich gemeint: Die drei beschreiben, was man heute mit Lebensmitteln machen kann, sie testen sämtliche Arten, wie man Lebensmittel „denaturalisiert“. Um das zu zeigen und anschaulich zu machen, haben sie keine Mittel und Mühen gescheut.
Neue Fototechniken wurden entwickelt, Millionen Dollar in innovative Grafik investiert. Herausgekommen sind sechs Bände, die wirklich alles behandeln, was das Kochen heute ausmacht. Ist das auch ein Werk für den gemeinen Hobbykoch? Myhrvold glaubt schon: „Die meisten Gerichte in dem Buch können in einer ganz normalen Küche zubereitet werden, besonders, wenn Sie sich einige preiswerte Geräte zusätzlich anschaffen. Die Anschaffung des Werkes ist inzwischen auch preiswerter: Statt um bislang sehr teure 400 Euro ist nun eine wohlfeile Ausgabe um 99 Euro zu haben.
Modernist Cuisine. Die Revolution der Kochkunst, Taschen Verlag. Erhältlich bei “Das Buch” im Messepark