Millionen Kinder werden zu Waisen und Flüchtlingen

Der Krieg in Syrien hat sich zur größten aktuellen humanitären Notlage ausgeweitet.
schwarzach. (VN) Vor einem Jahr handelte es sich um eine Million Menschen, die auf unmittelbare Nothilfe angewiesen waren. Heute sind es knapp sieben Millionen. Dass die Zivilbevölkerung direkt von den Kampfhandlungen betroffen ist, ist ein grober Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Der Schutz der Zivilbevölkerung hat oberste Priorität. In Syrien gibt es keinen Schutz. Laut offiziellen Zahlen sind bereits etwa 100.000 Menschen ums Leben gekommen, die Dunkelziffer ist weit höher.
Die Flüchtlinge brauchen uns
Die Menschen fliehen vor den Gewaltakten, ihre Häuser sind völlig zerstört, Lebensmittel werden knapp und die Angst wird unerträglich. Die Zivilisten haben vielfach ihre Angehörigen verloren. Kinder ihre Eltern. Hilfsorganisationen haben in Syrien kaum Zugang zu den betroffenen Menschen. Medizinische Einrichtungen werden immer wieder bombardiert, Sanitätspersonal wird angegriffen. Alle, die noch laufen können, fliehen an die Grenzen, wo sie meist verwundet und völlig entkräftet ankommen.
Jetzt sinnvoll helfen
Genau hier setzt die Hilfsaktion der Vorarlberger Nachrichten und des Vorarlberger Roten Kreuzes in Zusammenarbeit mit dem IRK und dem syrisch-arabischen Roten Halbmond an: Verwundete Flüchtlinge werden an den Grenzen geborgen, medizinisch versorgt und in Notunterkünften untergebracht. Für diese Aktion hat die Raiffeisenlandesbank ein Spendenkonto eingerichtet und sofort 1000 Euro eingezahlt. Jeder Euro zählt. Danke.
Fakten
1,6 Millionen Menschen sind aus
Syrien in die Nachbarländer
geflüchtet/als Flüchtlinge registriert (davon 624.000 Kinder):
» Türkei: mehr als 370.000
» Libanon: 495.000
» Jordanien: 491.000
» Ägypten: rund 71.000
» Irak: 153.000