Tief durchweichtes Erdreich

Eine Prognose zur Stabilität der Böden und Hänge ist derzeit nur schwer möglich.
bregenz. (VN-mm) Nach drei Tagen, die er buchstäblich im Dauereinsatz stand, ist Walter Bauer die Erschöpfung anzuhören. Das Gröbste scheint vorerst ausgestanden. Wie schnell bei dem tief durchweichten Erdreich wirklich Entwarnung gegeben werden kann, dazu wagt der Landesgeologe allerdings noch keine Prognose. Das hänge immer davon ab, wie stark ein Hang durch die Niederschläge belastet sei.
Zu den Sorgenkindern zählen laut Bauer vor allem feinkörnige Böden und Mergelpakete im Fels. „Sie sind im Augenblick weich und weisen eine sehr hohe Wassersättigung auf“, erklärt er.
In den letzten Stunden ging es aber vorrangig darum, Sofortmaßnahmen zur Sicherung von gefährdetem Gelände zu setzen. „Wir haben getan, was notwendig war“, so Walter Bauer. Auch bei der Wohnanlage „Neue Schanze“ in Lochau schaute er vorbei. Dort geriet 2010 nach ebenfalls starken Regenfällen der oberhalb gelegene Hang ins Rutschen. Der Landesgeologe bestätigt, dass es auch diesmal „kleinere Schwierigkeiten“ gegeben, die Feuerwehr jedoch rasch eingegriffen habe. Auch die gesetzten Sicherheitsmaßnahmen griffen demnach. Außerdem sei die damalige Niederschlagsmenge nicht mit der aktuellen vergleichbar.