„Ganztagsschule forcieren“

Spezial / 14.11.2012 • 21:54 Uhr

Die Schullandesrätin kann die blitzartige Kritik der Opposition nicht nachvollziehen.

Bregenz. (VN-hk) Sie sei offen für die Gesamtschule und wolle das Modell Ganztagsschule forcieren, meint Bernadette Mennel.

Sie waren noch nicht im Amt und wurden schon von den Oppositionsparteien kritisiert. Wie stößt Ihnen das auf?

Mennel: Ich finde es schade, dass sie sich bereits negativ geäußert haben, bevor ich überhaupt angelobt war. Sie sollten mich doch wenigstens starten lassen und mich dann an meinen Taten messen.

Gibt es für Sie bereits die ersten Schwerpunkte im Bereich Schule?

Mennel: Ich nehme den frischen Wind aus der bundesweiten Diskussion über die Ganztagsschule gerne auf. Mir gefällt dieses Projekt sehr gut. Ich bin überzeugt, dass man es forcieren sollte. Man kann damit auch Kinder aus bildungsfremden Schichten erreichen. Da müssen auch die Schulpartner mit ins Boot genommen werden. Die Ganztagsschule gehört forciert – ohne dass ich da am ersten Tag schon ein Konzept vorlegen kann.

Wie halten Sie es mit der umstrittenen gemeinsamen Schule für alle Zehn- bis 14-Jährigen?

Mennel: Ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt nichts ausschließen. Aber übers Knie brechen will ich sicher nichts. Der Schulbereich ist ein sehr komplexer. Dreht man an einer Schraube, hat das ungeahnte Auswirkungen. Klar ist eines: Wir brauchen dringend ein neues Dienst- und Besoldungsrecht.

Wo sehen Sie im Schulsystem, das fast ausschließlich auf Bundesgesetzen fußt, regionale Spielräume für Vorarlberg?

Mennel: Es gibt sie. Ein gutes Beispiel von meinem Vorgänger war die Neue Mittelschule, die sich jetzt flächendeckend vom Schulversuch zur Regelschule entwickelt hat. Auch bei Ganztagsschulen sehe ich Möglichkeiten zur Flexibilität auf regionaler Ebene.

Was für Pläne haben Sie mit dem Vorarlberger Sport?

Mennel: Da werde ich mich in nächster Zeit hineinarbeiten müssen und mit vielen Leuten Kontakt aufnehmen.