Auch Wien feierte mit Barack Obama

US-Botschafter lud zu einer Wahlparty mit „großen Emotionen und viel Nationalstolz“.
Wien. In Wien stand der Sieg für den Demokraten Barack Obama bereits um Mitternacht fest: Wenn es nach den Gästen bei der „US Election Party“ der amerikanischen Botschaft in der österreichischen Hauptstadt gegangen wäre, dann hätte sich der Amtsträger im Weißen Haus die Zitterpartie um die Wiederwahl erspart. Bei der „Jux-Wahl“ in der Partynacht erzielte Obama ein Traumresultat – 198 Stimmen vereinigte er auf sich, während sein republikanischer Widersacher Mitt Romney nur 16 Stimmen ergatterte.
„Glauben an Obama-Sieg“
Mit einem echten Sieg von Barack Obama rechnete selbstverständlich auch Botschafter William C. Eacho, der Gastgeber der „US Election Night 2012“, die in der Nacht auf gestern im Hotel Meridien stattgefunden hatte. Der Diplomat sagte, er werde bis zum Ende der Wahlnacht ausharren, rechne aber damit, dass das Ergebnis schon früher feststehe: „Wir hoffen, den neuen US-Präsidenten schon vor dem Frühstück zu kennen.“
Die Wahlparty selbst stand ganz im Zeichen der friedlichen Koexistenz der Kontrahenten aus beiden Parteilagern. „Celebration US Style“ lautete die Definition des Abends. Botschafter Eacho sprach von einer „Election Night US Style“, die geprägt sei von „großen Emotionen und viel Nationalstolz“. Hinter ihm auf dem Podium standen als lebensgroßer Beweis zwei Pappkameraden namens Obama und Romney.
600 Gäste eingeladen
Im zweiten Saal, wo die besonders eifrigen Wahlbeobachter an den Fernsehschirmen hingen und den Nachrichtensender CNN verfolgten, kam gegen zwei Uhr früh Stimmung auf, als erste Ergebnisse auf einen Sieg Obamas hindeuteten.
Insgesamt herrschte ein reges Kommen und Gehen. 600 Gäste standen auf der Liste der US-Embassy. Aus der Wiener Szene tauchten unter anderem auf: Anas Schakfeh, der frühere Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft IGGiÖ, Ex-ORF-General Johannes Kunz, Bundestheater-General Georg Springer, Burgschauspielerin Sunnyi Melles, Botschafter mehrerer Staaten, österreichische Diplomaten sowie Vertreter aus Wirtschaft und Medien.