Reise / 29.12.2023 • 11:32 Uhr
Die massive vulkanische Felsformation Roque de Agando im Garajonay-Nationalpark. Shutterstock/Moswitzer
Die massive vulkanische Felsformation Roque de Agando im
Garajonay-Nationalpark. Shutterstock/Moswitzer

Im dichten Lorbeerwald teilen sich die Wege dann in alle Himmelsrichtungen. „Lasst uns die Mountainbikes nehmen“, schlägt Claudia vor. Ihre Begeisterung ist ansteckend. Bald schraubt sich ein kleiner Bus mit Radanhänger in engen Serpentinen hinauf ins Herz des Nationalparks. Wir starten in Pajarito zum höchsten Punkt der Insel, dem 1487 Meter hohen Pico de Garajonay. Überwältigend ist der Blick über die gesamte Insel sowie auf die Nachbarinseln Teneriffa, La Palma und El Hierro. Auf Waldwegen und gut ausgebauten Pisten geht es Richtung El Cercado, über Las Hayas weiter durch die Weinberge ins Bergdorf Arure und hinunter ins Valle Gran Rey. 40 Kilometer, 450 Höhenmeter bergauf und herrliche 1450 Höhenmeter Downhill! Das muss mit einem Barraquito an der Promenade von La Playa gefeiert werden. Formvollendet türmen sich die verschiedenen Schichten aus Likör, Espresso, Kondensmilch und Milchschaum im Glas aufeinander, ohne sich zu vermischen – ein echtes kulinarisches Kunstwerk. Dazu aufs Meer gucken, über das Erlebte reden und das gemeinsame Abendessen planen.

Spektakuläre Wanderung

Am letzten Inseltag sieht es nach Regen aus. Nicht im sonnigen Valle Gran Rey, aber in den Bergregionen im Inselnorden. Die als besonders spektakulär geltende Wanderung in Vallehermoso droht ins Wasser zu fallen. Wir starten dennoch bei Nieselregen an der Plaza von Vallehermoso und sind sicher, es wird sonnig. Als wir am malerisch in das Felsmassiv eingebetteten Stausee Encantadora vorbei sind und über den schmalen Wanderpfad den Aussichtspunkt Roque Blanco erreichen, werden wir tatsächlich mit Sonnenstrahlen und einem kitschig schönen Blick ins obere Tal von Vallehermoso belohnt. Wie die Berggämsen kraxeln wir die weiten Serpentinen am Fuße des majestätischen Vulkanschlots Roque Cano hinunter ins Tal. Elf Kilometer, 550 Höhenmeter rauf und genauso viel wieder runter haben wir heute geschafft. Ein letzter Barraquito, ein Tänzchen in der Gomera Lounge Piano Bar und wir sind sicher: Im nächsten Jahr erklimmen wir wieder gemeinsam Berge.