
radeln lässt es sich hier sehr gut. Shutterstock
Nebenstrecken reichlich Zeit für Land und Leute. Kurzum, wir picken uns nur die Rosinen zum Radeln raus. Für die nächste Etappe chauffiert uns der Tourbus auf die andere Seite des Kaps, genauer gesagt nach Kleinmond im Süden der False Bay. Mit frisch befülltem Akku touren wir um das Kogelberg Biosphere Reservat. Der Blick in die immergrüne Berglandschaft erinnert uns an die schottischen Highlands. Doch weit gefehlt. Kaum 15 Kilometer weiter westlich tummelt sich bei Betty‘s Bay am Stony Point eine riesige Kolonie Brillenpinguine auf markanten Granitbrocken.
Fahrt durch das Weinland
Das Wechselspiel aus Radfahren und Transfers beschert uns einen wesentlich tieferen, sinnlicheren Erlebnishorizont. Mit den leistungsstarken E-Bikes muss sich keiner verausgaben und dank Thomas, Eben und seinem Tourbus haben wir trotzdem einen enormen Aktionsradius. Zur Krönung dieser Etappe bringt uns Eben nach Stellenbosch zur Weinprobe. Nach der inneren Anwendung am Vorabend folgt eine hügelige Schleife durch das Weinland. Auf ausgeklügelten Winzerpfaden, die wir allein niemals finden würden, pedalieren wir knappe 30 Kilometer durch die feinsten Anbaulagen Südafrikas. Zirkeln vom Weingut L‘Avenir zwischen Merlot und Cabernet Sauvignon über eine schier endlos mit Weinstöcken veredelte Kulturlandschaft. Die abschließende City-Bike-Runde durch die Universitätsstadt Stellenbosch ist ein architektonischer Leckerbissen. Schicke Cafés, teure Boutiquen und vor allem die weißgetünchten Prachtbauten im kapholländischen und viktorianischen Stil zeugen von generationenübergreifender wirtschaftlicher Prosperität.
Nach vielen weiteren spannenden Tagen tuckern wir zum Finale mit einem Safarijeep durch den Addo Elephant Nationalpark. Bestaunen Hunderte Elefanten und sogar Elefantenbabys beim Plantschen im Schlamm. Entdecken Nashörner, Büffel und sogar Löwen – nur der Leopard fehlt uns am Ende zu den Big Five … ein guter Grund wiederzukehren. Und gerne wieder mit dem Fahrrad.