Reise / 10.11.2023 • 11:54 Uhr
Die Insel Iriomote gehört ebenfalls zum Weltnaturerbe und bietet eine subtropische Landschaft. Shutterstock
Die Insel Iriomote gehört ebenfalls zum Weltnaturerbe und bietet eine subtropische Landschaft. Shutterstock

die Geschichte der kriegführenden Staaten Okinawas. Die Burg Nakijin war eine wichtige Festung und diente als Residenz für Regierungsbeamte vor der Gründung des Ryukyu-Königreichs. Die Anlage Zakimi-jo oder die Ruinen der Burg Zakimi wurden um das Jahr 1420 erbaut und weisen bemerkenswerte Steinmauern aus der Sanzan-Zeit auf. Katsuren-jo, auf einem Kalksteinhügel gelegen, zeigt eine Burg im Teikakushiki-Stil mit Gebäuderesten, die Einblick in eine wohlhabende Vergangenheit geben.

Politisches Zentrum

Unter dem Befehlshaber Gosamaru verteidigte Nakagusuku-jo das Königreich Ryukyu gegen Bedrohungen aus dem Osten. Shuri-jo war 450 Jahre lang ein politisches und kulturelles Zentrum. Seine Architektur ist von chinesischen und japanischen Stilen beeinflusst. Das Mausoleum Tama-udun, ein Symbol königlicher Macht, ist die Ruhestätte der Könige der zweiten Sho-Dynastie. Das Steintor Sonohyan Utaki war ein Ort des Gebets und ein Zeugnis der Architektur der Ryukyu-Zeit. Der Königsgarten Shikinaen diente als Villa und di­plomatischer Treffpunkt, während Sefa Utaki, die heiligste Naturstätte des Ryukyu-Königreichs, die Natur selbst als göttlich verehrte. Das Erbe Okinawas ist eng mit den Stätten verbunden.

Grüne Oasen Okinawas

Okinawa wartet neben all der Kultur auch mit zwei wichtigen Naturerbestätten auf. Der Nationalpark Yanbaru im Norden bietet üppige subtropische Wälder, Mangroven und Kalksteinberge, ein wichtiger Lebensraum für seltene Arten wie die Okinawa-Ralle, eine endemische Vogelart. Besucher dieser Region können zu Wasserfällen wandern, mit dem Kanu oder Kajak durch die Mangrovenwälder der Gesashi-Bucht fahren, einsame Strände besuchen und Wildtiere beobachten. Die ebenfalls zum Weltnaturerbe zählende Insel Iriomote bietet eine abwechslungsreiche subtropische Landschaft. Tagsüber kann man die Insel auf geführten Wanderungen oder Kajaktouren erkunden, abends Küstenbrise und Sternenhimmel genießen. Auf Iriomote kann man im Frühjahr die Yaeyama-Glühwürmchen beobachten oder einen Ausflug auf die Insel Yubu unternehmen.