Inselzauber auf Mauritius

Reise / 27.10.2023 • 11:19 Uhr
Inselzauber auf Mauritius

Die kleine Insel im indischen Ozean bietet Postkartenidylle und ein pulsierendes Lebensgefühl.

Wenn man einem Insel­be­woh­ner glaubt, dann könn­te man die Mei­nung bekom­men, dass Mau­ri­ti­us zuerst geschaf­fen wur­de, und dann der Him­mel. Und die­ser Him­mel ist eine genaue Kopie von Mau­ri­ti­us“, diese Worte hielt Mark Twain damals in einem Tagebucheintrag fest. Doch Mauritius ist weit mehr als nur ein tropisches Paradies mit azurblauen Gewässern und weißen Sandstränden, in dem man am besten einen All-inclusive-Urlaub bucht. Hinter der Postkartenidylle verbergen sich eine reiche Kultur, eine bewegte Geschichte, spannende Menschen und ein pulsierendes Lebensgefühl, das die Insel zu einem einzigartigen Reiseziel macht. Die Geschichte von Mauritius ist geprägt von Entdeckern, Kolonialherren und Einwanderern. Arabische Seefahrer, portugiesische Entdecker, niederländische, französische und britische Kolonialisten haben alle ihre Spuren hinterlassen. Doch es waren die Zuckerrohrplantagen, die Menschen aus fernen Ländern, allen voran Indien, anzogen und so die kulturelle Vielfalt der Insel formten. Diese Mischung aus Kulturen spiegelt sich heute in der mauritischen Küche, Musik und Festen wider.

Starker Einfluss aus Indien

Kein Einfluss ist dabei so stark zu spüren wie der aus Indien. Die Bevölkerung der Insel besteht schließlich zu fast 70 Prozent aus Menschen mit indischer Abstammung. So auch Kursley Helene, den wir mit seiner Familie am Strand von Mont Choisy treffen. Einem der Traumstrände, die man von all den Bildern der Insel kennt. „Wir haben nicht wahnsinnig viel Geld, aber es ist einfach wunderschön hier. Mit 1000 Rupien (das sind rund 20 Euro) kann meine Familie den ganzen Tag am Strand verbringen“, erzählt er und ergänzt voller Freude: „Tanken und grillen bereits inkludiert“. Das eiskalte Bier, das er nur wenige Sekunden später aus der Kiste holt und mir lachend reicht, wahrscheinlich auch, denn am Grill stehen und sich unterhalten, ohne dabei ein Bier zu trinken, geht offensichtlich nicht. Meine Einwände, dass es erst elf Uhr ist und ich noch nicht gefrühstückt habe, gelten