
nicht. Nein sagen ist bei den gastfreundlichen Mauritiern keine Option, wie wir schnell lernen.
Mauritisches Lebensgefühl
Ähnlich ausgelassen ist die Stimmung ein paar Kilometer weiter in Cap Malheureux. Die kleine Kirche am Meer mit dem roten Dach ist eines der Wahrzeichen von Mauritius. Wenige Meter daneben treffen sich die Einheimischen zum Petanque Spiel, neben der Sprache eines der Überbleibsel aus der Zeit als Mauritius eine französische Kolonie war. Es wird Musik gehört, Bier getrunken und einander angefeuert. Aus dem großen Grill unter Palmen steigen die Rauchschwaden auf. Frisch gefangener Fisch und Meeresfrüchte werden von zwei gut gelaunten Männern gekonnt zubereitet und verkauft. Nebenan werden frische Kokosnüsse geöffnet und als erfrischendes Getränk serviert. Wir verlassen Cap Malheureux nur ungern wieder. Wer das echte Leben auf Mauritius erleben möchte, sollte diesem Ort am Wochenende auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
Fokus auf Nachhaltigkeit
In der Nähe von Cap Malheureux befindet sich auch das Lagoon Attitude Hotel, wo der Fokus in erster Linie auf Nachhaltigkeit gesetzt wird. Seit 2019 wird hier sehr konsequent auf die Verwendung von Plastik verzichtet, 690.000 Stück an Einwegplastik, das sind rund sieben Tonnen Plastik, konnten seither eingespart werden. Urlauber können zudem bei Upcycling Workshops aus alten Hemden der Mitarbeiter Taschen herstellen oder gesammeltem Müll zu neuem Leben verhelfen. Im hauseigenen Marine Discovery Center wird mit einem Meeresbiologen zudem zur Erhaltung des marinen Ökosystems beigetragen. Vashish Soondur begleitet auch die täglichen Schnorchel-Touren mit dem Glasbodenboot, die für Gäste des Hotels kostenlos sind. Dass Mauritius nicht nur ein Ort zum Entspannen, sondern auch zum Entdecken ist, gilt schließlich auch für die Unterwasserwelt. Jenseits der Strände und der Kultur wartet ein Unterwasserparadies darauf, die Geschichten dieser faszinierenden Insel weiterzuerzählen.

