Zauberhaftes Achill Island

Irland: Die nur ein paar hundert Meter von der Hauptinsel entfernt liegende Insel ist eine Welt für sich.
Im Bus vom Dubliner Airport nach Westport und weiter nach Achill Sound werden mein Wandergefährte und ich – typisch irische Aufgeschlossenheit – öfters angesprochen, wohin es denn geht. Rucksäcke und Bergstiefel befeuern offenbar die Neugierde. Auf unsere Antwort „Achill Island“ folgen stets hochgezogene Augenbrauen, Pfeifen, Begriffe wie „Wander-Dorado“. Auch wir hatten von der rauen Schönheit im Nordwesten gehört, deshalb ja die Entscheidung für Achill Island. Dennoch sind wir gespannt, was uns auf der größten Insel rund um die irische Insel tatsächlich erwartet.
Kaum dass wir über die beschauliche Drehbrücke in die ebenso beschauliche Ortschaft einrollen, erwartet uns erstmal ein Schauer. Aber hey, wie lautet das Sprichwort? „Wenn dir das irische Wetter nicht passt, warte 15 Minuten!“ Also ab ins Café. Man begrüßt uns, als wären wir entfernte Verwandte, die sich mal wieder blicken lassen. Da wird einem gleich warm ums Herz, der Afternoon Tea tut sein Übriges. Zurück auf der Straße, hat sich der Regen verzogen. Schnelle Wetterwechsel werden wir nun ständig erleben. Etwa als wir am Morgen, unsere Inselumrundung starten. Auf dem Granuaile Loop Walk geht es erst im leichten Nebel, dann im Sonnenschein südwärts. Noch ist der Weg eben, „Irland Festland“ zum Greifen nah. Wir entfernen uns etwas von dem verkehrsarmen Sträßchen und finden einen Top-Logenplatz. Unter uns klatschen die Wellen gegen Felsen. Waren das da Rückenflossen? Abends in Keel bestätigt Sean vom Pub-Team: Rund um Achill tummeln sich Schweinswale und Delfine.
Acht Meter lange Riesenhaie
Von Achill Island liest man indessen öfter in Tauchmagazinen. Über Drückerfische und Spinnenkrabben sowie die größte Attraktion: bis zu acht Meter lange Riesenhaie. Angst braucht niemand zu haben, Respekt schon. Wie Walhaie bewegen sich die zahnlosen Fische mit dem Megamaul langsam durchs Wasser und ernähren sich von Plankton. An Land trifft man vor allem Schafe, Menschen weniger. Auf 146 Quadratkilometern leben gerade