Reise / 25.11.2022 • 10:28 Uhr
Weiter Blick in die Ferne: Auf dem Weg zum Kloster San Juan de la Peña in Aragonien. EDITH RHOMBERG
Weiter Blick in die Ferne: Auf dem Weg zum Kloster San Juan
de la Peña in Aragonien. EDITH RHOMBERG

Wiedererrichtung der Gleise auf der französischen Seite wird es heißen „Dieser Zug endet hier“. Eine Straßenverbindung mit Tunnel nach Frankreich besteht jedoch seit gut 20 Jahren.

Gaumenfreuden und mehr

Nicht für bizarre Geschichten, sondern für seinen Wein ist La Rioja bekannt. In der Hauptstadt Logroño treffen wir den Educador en Vinos, den Weinpädagogen José Ramón Jiménez Berger. Auf einer Tour durch die belebte Calle del Laurel erzählt uns José Wissenswertes über Wein, Tapas und Pinchos. In der Bar Angel gibt es seit 1960 nur eine Spezialität, nämlich drei gebratene Champignonköpfe und eine Garnele, aufgespießt auf ein Stück Brot. „Wie sie gegessen wird, ist nicht egal“, erklärt unser Guide und macht vor, wie es geht. Pinchos werden Häppchen mit einem Spieß genannt, auch das lernen wir an diesem Abend. Weiter westlich ist Pulpo ein traditionelles Gericht. In Melide, einem der letzten Orte des Jakobswegs vor Santiago de Compostela, wird Oktopus pikant zubereitet und auf einem Holzteller serviert. Nicht fehlen dürfen Schmankerl wie Schinken und Chorizo, Tortilla Española und Pimientos de Padrón. Letztere tragen übrigens nicht den Namen des Chefs, die kleinen Paprika werden in Padrón in Galicien angebaut.

Kulinarik steht für Pilger allerdings nicht an erster Stelle, sondern vor allem der Weg und das Gehen. Einzigartige Bauwerke entlang der 32 Stationen des Jakobwegs sind Kathedralen in den Städten Burgos, Leon, Jaca oder Pamplona sowie die Klöster San Juan de la Peña oder San Julián de Samos. Eine typische Pilgerherberge gibt es in San Salvador de Leyre nicht. Das Benediktinerkloster inmitten herrlicher Landschaft ist jedoch eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Navarra. Besucher sind eingeladen, den gregorianischen Gesängen der Mönche beizuwohnen. Ein Hotel mit Gastronomiebetrieb gehört ebenfalls zur Anlage. Hier gönnt sich vielleicht auch mancher Pilger zwischendurch etwas Komfort. Jedenfalls hindert das nicht daran, die begehrte Compostela als Abschluss der Pilgerreise in Santiago zu erlangen.