Immer dem Fluss entlang

Der längste Greenway Irlands führt entlang des Flusses Suir durch das County Waterford.
Wer einmal den Fluss Suir entlang radelt, nimmt eine Idylle in sich auf, die dem tiefen Altertum der Insel entspringt. Die abwechslungsreiche, bezaubernde Landschaft Irlands lässt nicht lange auf sich warten. Genaugenommen findet man sie schon wenige Minuten nachdem man das muntere Städtchen Waterford an der Südostküste Irlands verlassen und auf den Waterford Greenway eingebogen ist. Das Mietfahrrad ist frisch poliert, die Satteltaschen gut gefüllt, der kleine Anhänger mit dem Gepäck angedockt. Und schon geht es über Viadukte hinunter in enge Talschleifen mit steinalten Brücken, Grasteppichen und ab jetzt immer dem Fluss Suir hinterher, der die schöne Angewohnheit hat, immer wieder verlockend aufzuleuchten und kleine Seen zu bilden, auf denen genüsslich das Federvieh paddelt. Immer wieder verschwindet der Fluss wie ein Rinnsal unter Steinbrücken, als plätschere er mal eben hinab unter die Erde ins irische Altertum. Eine wundervolle Gegend, die man auf dem Rad perfekt erleben kann.
Von Waterford bis Dungarvan
Die Strecke führt über insgesamt 46 Kilometer und startet in Waterford, bis man schließlich die kleine Hafenstadt Dungarvan erreicht. Unterwegs hat man immer die sanfte Silhouette der Comeragh Mountains als Wegbegleiter neben sich, aber auch die oftmals tatsächlich kupferfarben schimmernde „Copper Coast“ kann man auf der Tour öfter erspähen. Die Tourismusbehörde Irlands hat speziell für diese Region den längsten Off-Road-Wander- und Radweg, den sogenannten „Greenway in Ireland‘s Ancient East“, also Irlands historischem Osten, entwickelt. Als Greenways werden in Irland Radwege bezeichnet, die bestimmte Kriterien erfüllen: Unter anderem benötigen die Wege eine bestimmte Breite und richtige Beschilderung. Und es darf keine Weidegatter geben, die Schafen und Kühen