
London, dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem Pariser Musée du Louvre – finden im Herbst ihren Weg nach Wien. Dazu kommen Gemälde aus dem eigenen Bestand des KHM. Ein echter Blockbuster.
Seltener Gast im Belvedere
Noch bis Februar 2022 kann Wien mit einem weiteren Meisterwerk aufwarten. Denn eine „echte Wienerin“ ist vor kurzem zurückgekehrt: Dame mit Fächer, das letzte weitgehend vollendete Werk der Wiener Künstler-Ikone Gustav Klimt (1862-1918), ist erstmals seit über 100 Jahren wieder zu Gast in Wien. Das Gemälde, das sich in ausländischem Privatbesitz befindet, war dem Wiener Publikum letztmals 1920 zugänglich. Nun wird es im Rahmen einer spektakulären Sonderausstellung über Klimts letzte Werke im Oberen Belvedere gezeigt. Neben Dame mit Fächer werden auch die Klimt-Spätwerke Die Braut, Amalie Zuckerkandl, Adam und Eva sowie Dame in Weiß ausgestellt. Im Oktober wird die Schau erweitert und Klimts Bezug zu ostasiatischen Kunststilen erörtert. Gezeigt werden dann auch Porzellan und Textilien aus China sowie japanische Farbholzschnitte, die mit Klimts späten Werken vergleichbar sind.
Die Epochen einer Stadt
Mit „Dürerzeit” beleuchtet das Obere Belvedere derzeit eine weniger beachtete Epoche. Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Altdorfer, Jacopo de’ Barbari, große Namen und Zeitgenossen von Albrecht Dürer (1471-1528), waren um 1500 und in den folgenden Jahrzehnten in Österreich tätig. Ihre Werke, die in der Übergangszeit von der Spätgotik zur Renaissance entstanden sind, stehen für ein neues künstlerisches Selbstverständnis und nehmen den Weg in die Moderne vorweg. Neben teilweise aufwendig restaurierten Werken aus dem eigenen Bestand werden Leihgaben aus nationalen und internationalen Sammlungen präsentiert. Und auch sonst gibt es in den unzähligen großen und kleinen Museen Wiens diesen Herbst viel zu sehen. Ein Besuch lohnt sich für Kunstliebhaber derzeit also besonders.