
sich einen Guide leistet oder an einer Tour teilnimmt, erfährt hierbei viel zu den Künstlern und den Hintergründen der Kunstwerke, die in Zürich gefühlt an jeder Ecke kostenlos zugänglich sind. Aber auch ohne Guide findet man die Kunstschätze. E-Bikes können an diversen Stationen gratis ausgeliehen werden und auf www.maps.stadt-zuerich.ch kann man sich einblenden lassen, wo die Werke zu finden sind. „Wer sich noch mehr Geld sparen möchte, isst mittags in der Mensa. Das ist erlaubt und kostet für Nicht-Studenten nur wenig mehr. Eine gute Alternative zum Brötchen aus dem Supermarkt“, gibt mir Baba noch als Tipp mit auf den Weg und kommt gleich weiter ins Schwärmen, als wir dem Fluss entlang in Richtung Unterer Letten radeln, um die Werke von Annemie Fontana, Max Ramp oder Alex Hanimann zu finden. „Ich liebe es, wenn hier im Sommer das Kino am Fluss stattfindet. Openairkino gibt es auch beim Allianz Cinema vom 2. bis 31. August am Zürichsee.
Containerhochhaus
Unsere Tour endet gut zwei Stunden später in der Geroldstrasse 17 vor dem Freitag Tower. Die Architekten Spillmann Echsle haben hier für den berühmten Taschenhersteller einen Flagship-Store aus 19 recycelten, übereinandergestapelten Frachtcontainern kreiert. Vom Dach aus hat man einen tollen Blick über das Quartier, in dem das Leben pulsiert, über den urbanen Stadtgarten „Frau Gerolds Garten“ und über die Bögen des Viadukts. Und wer ganz genau hinschaut, findet beim Eingang zum Shop ein weiteres Kunstwerk. „Die meisten meiner Teilnehmer würden es allein nicht sehen. Das macht es noch spezieller“, erzählt Baba strahlend und rät mir, einen genaueren Blick auf die Treppe zu werfen, wo ich schließlich den bunt bemalten, ausgespuckten Kaugummi entdecke. Einer von 20, die der Künstler Ben Wilson im Sommer 2019 auf Einladung des Musée Visionnaire für Zürich gestaltete. Und wie sollte es anders sein: Auch die Kaugummis sind auf www.museevisionnaire.ch in einem eigenen Stadtplan zu finden.